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Kurs "Neue Medien in den Geschichtswissenschaften"

Skript der 1. Sitzung (12. 4. 1999): Einführung

Entsprechender Bericht


Administratives / Zum Phänomen "Informationsgesellschaft"

Administratives

Wo kann man als Studentin / Student im Unibereich gratis surfen?

hist.net als Teil des Kurses

  • enthält nicht nur den Kursplan, sondern auch zahlreiche Zusatzinfos zum Kurs
  • ist auf einem separaten Rechner,das heisst unter einer anderen Internet-Adresse erreichbar, da für uns einfacher zu administrieren
  • Berichte: wir möchten, dass von jeder Sitzung ein Kurzbericht erstellt wird, nicht wie sonst in einem Seminar, sondern nur einige Stichworte zum Thema (kann aber auch ausführlicher sein)
  • der Bericht sollte jeweils bis Mittwoch an Jan geschickt werden - per E-Mail!
  • im Idealfall als Attachement, sonst als normale Mail
  • es wird dann im Internet aufgeschaltet

Semesterapparat

  • befindet sich unten in der Bibliothek
  • Liste der augestellten Bücher ist auch auf dem hist.net -Rechner
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Zum Phänomen "Informationsgesellschaft"

Rahmenbedingungen und Fragen

  • Digitalisierung analoger Wissensbestände
  • Erfolg von graphischen Benutzeroberflächen
  • Liberalisierung der Telekom-Märkte
  • Was aber können wir wirklich von Internet erwarten?
  • Welche Chancen und welche Gefahren bietet die Perspektive des «Globalen Dorfes» (Marshall McLuhan) für Gesellschaft und Wissenschaft?
  • keine eindeutige Antwort möglich, fest steht lediglich, dass sich ein tiefgreifender Umbruch anbahnt und mehrere Bereiche unseres Lebens umfasst
    • Wissenschaft
    • Wirtschaft
    • Kultur
    • Schule

Wie schnell wächst das Wissen dieser Welt?

  • Das «Weltwissen» verdoppelt sich alle fünf bis zehn Jahre.
  • Die Zahl der wissenschaftlichen Zeitschriften hat sich innerhalb der letzten fünf Jahren um rund 26 Prozent erhöht.
  • Zur Zeit existieren rund 147 000 Titel. Andere Schätzungen gehen von 100 000 bis 300 000 Titeln aus.
  • Die Zahl der Fachdatenbanken erhöhte sich in den letzten fünf Jahren um 30 Prozent auf schätzungsweise 8 800.
  • Jährlich erscheinen etwa 3 bis 10 Millionen Aufsätze.
  • Jeden Tag (!) werden rund 2 000 Bücher veröffentlicht.
  • Rund ein ein Drittel dieser Bücher erscheint auf Englisch, Deutsch oder Französisch.
  • Jeden Tag (!) produzieren Wissenschafterinnen und Wissenschafter 7 000 neue Arbeiten.
  • Zusätzlich werden jedes Jahr etwa 800 000 Patente neu angemeldet.
  • Es gibt eine unglaubliche Informationsflut, doch es wird immer schwieriger, die richtige Information zu finden.

Die bisherigen Infrastrukturen der Wissenschaft blicken auf eine lange Tradition zurück

  • die ersten Bibliotheken wurden ungefähr im siebten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung gegründet
  • Johannes Gutenberg druckte seine berühmte 42-zeilige Bibel im Jahre 1455
  • 1494 gründete Johannes Petri den weltweit ersten Verlag in Basel
  • 1665 erschienen gleichzeitig in Paris das «Journal des Savants» und in London die «Philosophical Transactions»

Wandel

  • vor einigen Jahrzehnten genügte es im Schlagwortkatalog der nächstgelegenen Universitätsbibliothek die Neuzugänge durchzusehen und eine Handvoll Fachzeitschriften zu konsultieren
  • mit der explosionsartigen Vermehrung der wissenschaftlichen Produktion hat sich das grundlegend geändert
  • «graue Literatur» hat eine immer grössere Bedeutung erhalten, vor allem in den Naturwissenschaften und in den technischen Disziplinen (das sind Publikationen, die nicht im Buchhandel erscheinen wie zum Beispiel «Working Papers»)
  • immer spezialisiertere Fachzeitschriften versorgen ein segmentiertes Fachpublikum mit Informationen, die eine immer kürzere Halbwertszeit haben
  • elektronische Online-Datenbanken helfen seit einigen Jahren bei der Literatursuche, sind aber kostspielig und schwierig zu benutzen.

Konsequenzen aus der "Informationsgesellschaft"

  • die Diskussion, vor allem in Soziologie und Medienwissenschaften, aber auch in der Betriebswirtschaftslehre, geht weiter
  • nicht nur Informationsgesellschaft, sondern Schlagwort der "Wissensgesellschaft"
  • Stichwort "Wissensarbeit" (knowledge worker)
  • Stichwort "Wissensmanagement" (knowledge management)
  • Umbau der Gesellschaft und vor allem auch der Wirtschaft
  • Andere Funktionsweise der Unternehmen und Organisationen
  • Wissenschaftsbetrieb oder generell Wissenvermittlung
  • welche Rolle spielen Neue Medien?
  • einfach neue Möglichkeiten analog zu Büchern (mehr und schneller vom Gleichen) oder
  • völlig neue Arten von Lernen und Lehren und Vermitteln von Wissen?
  • Hoffnungen und Ängste sind übergross im Verhältnis zu Erfahrungen

ph/16.04.99


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