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Kurs "Neue Medien in den Geschichtswissenschaften"

Skript der 9. Sitzung (14.6.1999): Multimedia

Entsprechender Bericht


Was ist Multimedia? / Interaktivität und virtuelle Welten / CD-ROM und Internet / Multimedia und Geschichte: eine Bilanz / Sieben goldene Tips für schlechte Multimedia-Anwendungen
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Was ist Multimedia?

  • Multimedia gab es schon lange, bevor es zum Schlagwort der Computerindustrie wurde. Ausstellungen, Tonbildschauen, Hörspiel- und Filmdokumentationen haben (auch in Geschichte) schon lange vor dem Pentium III MMX etc. mit verschiedenen medialen Formen (Text, Ton (Musik, Geräusch) und Bild (Still, Bewegt, Dreidimensional) Sachverhalte zu veranschaulichen versucht.
  • Neu ist bei der jetzigen Multimedia-Welle, dass neue Technologien jedem PC-Besitzer es ermöglichen, Multimedia zuhause anzuwenden. Noch ist das Resultat zum Teil bescheiden, etwa wenn wir an briefmarkengrosse Videosequenzen denken, auf denen verschwommene Personen blecherne Sätze von sich geben. Doch die Entwicklung ist absehbar, immer anspruchsvollere Anwendungen werden möglich.


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Interaktivität und Virtuelle Welten

    Eine entscheidende neue Dimension der neuen Multimedia-Anwendungen sind die Möglichkeiten des Hypertexts. Nicht nur, dass selbst für Textdateien neue Dimensionen der Verknüpfungen und damit der Nutzungsmöglichkeiten erschlossen werden, auch bei Multimedia-Anwendungen (ob auf CD-ROM oder im Internet) hat das "Durchklicken" enorme Auswirkungen auf die narrativen Strukturen. Auch hier gibt es zwei Aspekte: Wie bei Ausstellungen auch, kann der Nutzer selber entscheiden, in welcher Abfolge er die Informationen aufnimmt. Virtuelle Räume und entsprechende "Navigationshilfsmittel" ermöglichen die Orientierung. Interaktive Elemente können dazu führen, dass jede Nutzerin / jeder Nutzer eine andere, inviduell unterschiedliche Zusammenstellung von Informationen erhält, analog zu etlichen interaktiven Multimedia-Spielen, die diese Option gezielt einsetzen.


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CD-ROM versus Internet

    CD-ROM und das Internet nehmen beide in Anspruch, Multimedia-Kanäle zu sein. Beide haben ihre Vorteile und werden daher noch eine ganze Weile koexistieren.

  • Vorteile CD-ROM/DVD:
    • Pysische Päsenz, Internet-Unabhängigkeit (Übertragungsunabhängigkeit)
    • Schnellere Zugriffszeiten
  • Vorteile Internet:
    • Hoher Aktualisierungsgrad
    • Unbeschränkter Speicherplatz
    • Keine Verkaufs- und Vetriebskanäle nötig
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Multimedia und Geschichte - eine vorgezogene Bilanz

    Analog zu Ausstellungen werden Multimedia-Anwendungen in der Geschichte vor allem im Bereich der Lehrmittel ihren Platz finden: Mittelschulen, interessierte Laien, Hochschulen. Dank Multimedia können Sachverhalte veranschaulicht und Zusammenhänge verständlich gemacht werden.

    Für wissenschaftliche Zwecke wird Multimedia, das eher emotionale und spielerische Elemente aufweist, kaum eine bedeutende Rolle spielen. Doch auch hier gibt es schon jetzt gewisse Bereiche, in denen sich Ausnahmen abzeichnen: Hypertext und digitale Quellensammlungen.

    Die Möglichkeiten von Hypertexten könnten für kommentierte Editionen von Originaltexten interessante neue Optionen erschliessen. Angenommen, ein Originaldokument könnte als digitales Facsimile mit Hyperlinks versehen werden, die Kommentare oder Erläuterungen enthalten, und dazu noch gleichsam "im Hintergrund" für eine Volltextsuche indiziert oder gar beschlagwortet werden, so erschlösse sich auch im wissenschaftlichen Forschungsbereich ein Spektrum der Anwendung von Multimedia, die durchaus einen zusätzlichen Nutzen gegenüber herkömmlichen Medien aufweisen könnte. Vergleichbares gilt für Bild- oder Filmmaterial, das selbst alsQuelle zu wissenschaftlichen Zwecken genutzt wird.

ph/jh / 1.6.99


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