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Sybille Brändli
Krieg in Viet Nam, "Vietnam" als Krieg

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Historisches Seminar der Universität Basel (Sommersemester 2001)

Dienstag 10-12
Beginn: 3. April 2001
Sprechstunde: Dienstag 14-16

Thema

Im wiedervereinigten Viet Nam heisst der Krieg zwischen 1961 und 1975, der mehr als 3 Millionen Menschenleben forderte, schlicht der amerikanische Krieg. Er ging zu Ende, als die südvietnamesische Hauptstadt Saigon im April 1975 vor den Truppen Nordvietnams und denjenigen der Provisional Revolutionary Government kapitulierte. Die US-amerikanische Intervention war endgültig gescheitert.Als erster "living room war" oder "television war" ist der Vietnamkrieg bezeichnet worden: Pünktlich zum Abendessen flimmerte er zwischen Werbeblöcken und Aufnahmen vom Mond über die Bildschirme im trauten amerikanischen Heim - schockierende Bilder eines Krieges in unendlicher Ferne, wo "our boys" im Dschungel gegen Kommunismus und einen hinterhältigen, "schlitzäugigen" Feind kämpften. In den USA wurde "Vietnam" zu einem Kürzel für das grösste innen- und aussenpolitische Debakel des 20. Jahrhunderts, zum Synonym für Demütigung und beschädigte Männlichkeit. Gleichzeitig bezeichnet "Vietnam" auch einen Moment des politischen Aufbruchs, einen Katalysator für die euro-amerikanischen Revolten der 60er Jahre und für die Befreiungsbewegungen in Asien, Afrika und Lateinamerika.Bei näherer historischer Betrachtung verwandelt sich "der Vietnamkrieg" in mehrere vielschichtige Gewaltphänomene. Wer erlebte welchen Krieg? Was machte diesen Krieg so "anders"? Und wie "anders" ist er aus heutiger Sicht? Wie wurde/wird er medial verarbeitet? Welche Bedeutungen nahm er an? Das Proseminar wird diese und andere Fragen aufgreifen und dabei den Themen Männlichkeit, Rassismus und Krieg als "Gesellschaftszustand" (Jan Philipp Reemtsma) besondere Aufmerksamkeit widmen. Vielfältige Quellen stehen zur Verfügung, um unterschiedliche vietnamesische, amerikanische und europäische Perspektiven sichtbar zu machen, u.a. literarische Zeugnisse und ein ausgewählter Spielfilm. Das Proseminar bietet die Chance, sich mit einem wichtigen Stück Zeitgeschichte auseinanderzusetzen, kulturwissenschaftliche Ansätze zu erproben und nicht zuletzt Arbeitstechniken zu vertiefen.

Kontakt
Literatur
  • Die Literaturliste gibt es als RTF-, als PDF- oder als HTML-Datei (akutalisierte Fassung vom 5. Juli 2001)

Links
Semesterplan

Datum

Protokoll

Thema

Lektüre

3. April

Einführung I. Ziele, Perspektiven und erste Einblicke

10. April

html / pdf

Einführung II. Memoria, Medien, Geschichtsschreibung

17. April

html / pdf

Ereignisgeschichte I. Konflikte, Kämpfe, Gegner

Frey 1999, S. 41-126.

24. April

html / pdf

Guerilla Krieg I. Gegner im Dschungel

1. Mai

(fällt aus)

8. Mai

html / pdf

Ereignisgeschichte II. Konflikte, Kämpfe, Gegner

Frey 1999, S. 126-237.

15. Mai

html / pdf

Hilfsmittel und Arbeitstechniken: Recherche, Fragestellungen

22. Mai

html / pdf

Hilfsmittel und Arbeitstechniken: "History Toolbox", Proseminararbeiten

Links zur Sitzung (aktualisiert!)

29. Mai

html / pdf

Erinnerungsorte. Die Ereignisse an der Kent State University am 4. Mai 1970 und ihre Verarbeitung (AG)

Thesenpapier (html / pdf)

5. Juni

html / pdf

Öffentliches Gedenken. Das Vietnam Veterans Memorial (AG)

12. Juni

html / pdf

Kollektive Erinnerung, kollektive Erfahrung? Selbstdarstellung und Sendung von US-amerikanischen VeteranInnen und ihren Organisationen im WWW (AG)

19. Juni

html / pdf

Erinnerung und literarische Verarbeitung. Die Autobiographie "Geboren in Vietnam" von LeLy Hayslip (AG)

26. Juni

Die eigene Geschichte und die Geschichtsschreibung. "Oral histories" von US-amerikanischen VeteranInnen (AG)

3. Juli

Schlussdiskussion

 
 

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