Historisches Seminar der Universität Basel

SoSe 2001

Proseminar: Der Krieg in Viet Nam, „Vietnam“ als Krieg

Di 10-12

Dr. Sibylle Brändli

 

 

Protokoll der Sitzung vom 10.4.01

 

Zum Text: Assmann, Aleida „Zur Metaphorik der Erinnerung“

 

Nachdem wir alle dieses dreiseitige Exzerpt während der Stunde gelesen haben sagt uns Sibylle Brändli, dass sie den Text mit Bedacht ausgewählt und getippt habe.

Sie erklärt uns auch, dass Aleida Assmann eine treibende Kraft in der „Memoria- Debatte“ war.

 

Rekapitulation des Textes

 

Der Text schickt voraus, dass die Erinnerung nicht ohne Metaphern auskommt. Im Laufe des Textes werden die verschiedenen Formen der Metaphern typisiert.

Wir teilen die Metaphern in Grossgruppen auf:                Magazin/ Wachstafeln/ Schrift    = räumliche Metaphern

                                                                                              Spur                                                         liegt dazwischen

                                                                                              erwachen/ erwecken                                 = zeitliche Metaphern

 

Diskussionspunkte

 

·         Es wird uns die Frage gestellt warum Metaphern so wichtig sind:

Jemand meint, die Erinnerung liesse sich nicht direkt beschreiben, und ohne Bilder gäbe es kein Sprechen über die Erinnerung.

Wir finden heraus, dass die Bildlichkeit und das Gedächtnis zusammengehören (vgl. WWW)!

 

·         Als nächstes wird gefragt, was  uns unverständlich geblieben ist:

Da die Definition von zeitlich und räumlich noch unklar ist, versuchen wir darauf eine Antwort zu finden. Eine Teilnehmerin meint, dass sich räumliche Metaphern eher auf die Materie beziehen, zeitliche Metaphern dagegen bleiben eher virtuell. Bei den zeitlichen Metaphern spielt die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft eine Rolle. Bei den räumlichen Metaphern dagegen ist nur die Vergangenheit wichtig. Zeitliche Metaphern bringen wir mit Bewegung in Verbindung (z.B. eine Zeitreise in die Vergangenheit, die  sich im Gedächtnis abspielt).

Ein anderer Teilnehmer meint, dass sich räumliche Metaphern nicht von den zeitlichen Metaphern trennen liessen.

 

·         Was ist der Unterschied zwischen Gedächtnis und Erinnerung?

Es werden verschiedene Meinungen diskutiert. Ein Teilnehmer meint, dass die Erinnerung der Vorgang ist, damit das Gedächtnis entsteht. Das Gedächtnis ist eher räumlich und die Erinnerung ist eher zeitlich.

 

·         Zum Schluss beschäftigen wir uns noch mit der Frage welche Metaphern uns einleuchten:

Uns leuchtet besonders das Palimpsest ein, welches man mit dem Internet vergleichen kann. Im Internet kann man auch die Form eines Dokumentes ändern und die alten Daten einfach überschreiben, diese sind dann nicht mehr vorhanden und das Dokument hat seine Gestalt verändert. Betrachtet man hingegen ein Buch, so gibt es meist eine 1. und eine 2. Edition, das Volumen des Buches jedoch bleibt sich gleich.

Auch die Magazin- Metapher erscheint uns logisch.. Wir vergleichen diese wiederum mit dem Internet und stellen fest, dass wir im Internet unser Wissen sammeln und ablegen können.

 

Fazit:      Metaphern sind hilfreich aber nicht ausreichend. Das Internet macht neue Interaktionen   möglich, welche die Metaphern nicht abdecken.

 

 

                                                                                                    Für das Protokoll; Lucia und Mirjam