Protokoll der Sitzung vom 17.4.01

 

Organisatorisches/Allgemeines

 

-          Das Protokoll vom 10.4.01 war gut. Alle sollen es jeweils vom Internet herunterladen

-          Protokolle können jeweils an Peter.Haber@unibas.ch gemailt werden

-          Aufgaben auf nächste Sitzung:

Lektüre aus dem "Journal of the Viet Cong", Kapitel "Life in the Maquis" --> Kopiervorlagen im Semesterapparat

Bildgeschichte im Internet: www.vietnamexperience.com

Startseite als Kontext lesen und Illustrationen anschauen. Danach weiter mit "Gallery 1" (Menüleiste) und "Gallery 2".

-          Fragen zur Lektüre:

1.       Was wird erzählt und aus welcher Perspektive?

2.       Wie äussern sich die Gefahren?

3.       Was ist der Unterschied zwischen den Dokumenten und welche emotionalen Reaktionen lösen sie aus?

4.       Wie werden Bilder eingesetzt?

5.   Welches sind die Eigenschaften der porträtierten Menschen, bzw. des Ich-Erzählers?

-          Aufgaben auf den 8. Mai: Frey fertig lesen und Notizen machen, ein Kapitel zusammenfassen

 

Diskussion zu Kapitel II-IV aus "Geschichte des Vietnamkriegs" von Marc Frey

 

Das Buch schreibt Ereignisgeschichte. Mit dem Vorlesen von verschiedenen Zusammenfassungen und der Diskussion soll ein Überblick über die verschiedenen Parteien, Konflikte und die Gründe der Eskalation gegeben werden.

 

-          Wer ist Marc Frey? --> siehe Kurzbeschreibung im Buch. Es ist wichtig, vor dem wissenschaftlichen Lesen eines  Buches über den Autor Bescheid zu wissen!

 

-          Zusammenfassung: Kapitel II (Nassima)

Ergänzungen und Vertiefungen:

- Entwurzelung der Bauern in Südvietnam durch die "Agrovilles".

- Motivation der USA (Nationbuilding, Dominoeffekt) Südvietnam nicht-kommunistisch zu          

  behalten und die Finanzierung von 80% des südvietnamesischen Staatshaushalt.

- Aufgabe der CIA

Welche Parteien sind schon vorhanden?

- Süden: NLF; Ngo Dinh Diem-Regime --> RVN

- Norden: (Ex-Viet Minh); Lao Don (komm. Partei) --> DRV

- USA: Falken (Befürworter des US-Einschreitung) – Tauben (für Friedensverhandlungen);       

  Präsident – JCS; MAAG (Militär vor Ort); CIA; Botschaft

- UDSSR; China

 

-          Zusammenfassung: Kapitel III (Karin)

Ergänzungen:

- Globale Ebene (Konflikt USA-UDSSR) wirkt  sich stark auf die kleine, nationale Ebene (Vietnam)

  aus

- Schlacht bei Ac Bac: Reguläre südvietnamesische Truppen hatten keine Chance gegen die NLF

  und verliessen sich immer mehr auf die US-Helikopter. Die USA schickten Geld, Berater und   

  Strategien nach Südvietnam, doch dort wurde damit nicht das erreicht was vorgesehen war.

- Warum ist der Sommer 1963 so wichtig? Die Möglichkeit des friedlichen Rückzugs der USA aus

  Vietnam wurde übergangen. Friedensverhandlungen wären in der ersten Entspannungsphase

  nach der Atomwaffenkrise möglich gewesen.

- Präsident Kennedys Ziel: Durch verstärkte Militär- und Wirtschaftshilfe sollte Südvietnam

  stabilisiert werden und die "Glaubwürdigkeit" der USA gewährt bleiben. Truppenentsendung kam

  nicht in Frage.

-          Ein Teilnehmer fügt an, dass diese starke Betonung der „Glaubwürdigkeitspolitik“ sehr gefährlich war, da dies kaum eine Möglichkeit zu einem Rückzug egal welcher Art liess

 

-          Zusammenfassung: Kapitel IV (Mirjam)

Ergänzungen:

- George Ball: im US-Aussenministerium tätig

- Wichtiger Punkt in der Phase nach Kennedys Tod: Beginn der Bombardierung Nordvietnams

  nach der Verabschiedung der "Tonkin-Resolution" des US-Parlaments.

- Ironie der Golf-von-Tonkin-Ereignisse: Dem US-Parlament war nicht bekannt, dass Südvietnam

  vor dem ersten Angriff der NLF in einer verdeckten Operation eine Insel in Nordvietnam

  angegriffen hatte und dass zudem der zweite Angriff auf amerikanische Schiffe eine Fehlmeldung

  war

- auch im Allgemeinen kann gesagt werden, dass Kongress und Bevölkerung häufig mangelhaft

  oder falsch informiert wurden

- Etappen der Verstärkung der Unterstützung und Einmischung aus Nordvietnam:

  - 1959 Einrichtung des Ho Chi Minh Pfades

  - 1964 Verbreiterung desselben

  - 1964 beginnt die gemeinsame Führung der NLF und Hanoi: reguläre Truppen (PAVN, PLAF)

    werden nach Süden entsandt.

 

-          Zur Erinnerung: Zum Schluss macht uns Sybille Brändli darauf aufmerksam, dass die Bauernbevölkerung Vietnams nicht nur eine passive, manipulierbare Masse war, wie es bei Marc Frey etwas den Anschein macht. Auf dieses Thema wird während des Proseminars noch eingegangen werden.

 

 

Für das Protokoll: Karin und Susanne