Proseminar: Krieg in Vietnam- Vietnam als Krieg                                                                       Protokoll: Sarah Graber

Dr. Sibylle Brändli

SoSe 2001

I.      Proseminararbeit

 

Sibylle Brändli (SB) bezieht sich auf den Studienleitfaden des Historischen Seminars.

·         Was ist eine Proseminararbeit?

Eine PS-Arbeit soll 10-15 Seiten umfassen.

Sie besteht aus Anfang ( ca.2 Seiten) Mitte (ca. 6-10 Seiten ) und Schluss (ca. 2 Seiten).

In der PS-Arbeit soll eine selbstgewählte Fragestellung  dargelegt werden

Ziel der Arbeit ist es, das wissenschaftliche Argumentieren und Darstellen zu üben und zu erlernen.

 Die PS-Arbeit ist ein Leistungsausweis.

Die Arbeit soll mit „30% Herzblut und 70% Handwerk“ geschrieben werden.

·         Zeitplan

Abgabetermin ist der 31. August 01

Korrekturtermin ist Ende Oktober.

Ab 5. Juni hat SB  Di und Mi Nachmittag für Sprechstunden reserviert.

Die Anmeldung für eine Sprechstunde muss eine Woche zuvor erfolgen.

Dabei muss ein Blatt mit folgendem Inhalt abgegeben werden:

1.       Im Proseminar haben wir X behandelt/ haben uns mit X auseinandergesetzt.

2.       Mich interessieren in diesem Zusammenhang die folgenden, maximal 3 Fragen/ und oder ich möchte diese These (n) bearbeiten.

3.       Um dieser Frage(n) nachzugehen, ist es aus Grund X, sinnvoll die folgenden Quellen zu analysieren. Dabei beziehe ich mich auf folgende Forschungsliteratur.

SB fordert einen möglichst genauen Entscheid über die persönliche Themenwahl. Sie verteilt keine mögliche Themen oder Fragestellungslisten. Zudem erinnert SB an die Diskussion in der letzten Sitzung (15.5.01) über das Vergrössern und Verkleinern eines Themas.

Die Themen können sowohl von dieser Hausaufgabe (s. Protokoll vom 15.5.01) oder auch von den Plenumdiskussionen ausgewählt werden.

In der ersten, persönlichen Sitzung mit SB soll das weitere Vorgehen eines jeden besprochen werden.

Hinweis: Die Folien über die PS-Arbeit erscheinen in einem  Link zur Sitzung vom 22.Mai 01 auf www.hist.net.

 

II.      Internet als wissenschaftlich Quelle

Vortrag von Peter Haber, Betreiber von History Toolbox

 

Begrüssung

Einführung: Peter Haber will uns den Umgang mit dem Internet als Quellenfundus näher bringen und erläutern. Das Projekt History Toolbox am Historischen Seminar befasst sich mit diesem Thema. Er spricht über die zwei zentralen Punkte Qualitätssicherung und Qualitätsbewertung im Internet.

Begriffe:              Webseite: Die Webseite ist ein einzelnes Dokument im World Wide Web.

                                Webside: Die Webside ist die logische Einheit von einzelnen Seiten. ZB. www.unibas.ch

Hinweis: Der Vortrag soll im Internet nachgelesen werden, unter: www.hist.net , dort erscheint ein Link zur Sitzung vom 22.Mai 01.  Aus diesem Grund wird auf eine genaue Wiedergabe des Vortrags im Protokoll verzichtet. Das Dokument ist in drei Teile gegliedert, wobei  Peter Haber uns den dritten Teil präsentiert hat.

1.Teil: Technik im Internet

2.Teil: Suchen im Internet und grundsätzliche Instrumente dazu.

3.Teil: Qualität im Internet.

 

Bemerkungen von Peter Haber:  Im  Medium Internet liegt noch vieles im Dunkel. Man soll sich unbedingt damit auseinandersetzen. Einen Ansatz dazu bildet die History Toolbox. Das Projekt steht erst am Anfang und soll bis in eineinhalb Jahren ein umfassendes Angebot an geprüften Internetquellen für die Studierenden und Historiker  bieten. Es sollte mehr solche „Stellen“ geben, die eine Vorsortierung in den verschiedensten Bereichen im Internet vornehmen. Also eine ähnliche Aufgabe übernehmen, wie die Verlage, Bibliotheken, Buchklappen, Rezensionen, bei den gedruckten Medien.

Fragen:

·          Was genau bedeutet DNS ?

PH: DNS ist eine riesige Datenbank, in welcher jeder Internetadresse eine Nummer zugeordnet wird. Nicht der Name einer Adresse ist von Bedeutung, sondern ihre Nummer. Ein Beispiel: 131.152.145.57. Die Zahl 152 steht für einen Teil der Universität Basel, die Zahl 145 ist für das historische Seminar reserviert, und die Zahl 57 steht für die Anzahl Rechner am Historischen Seminar. Damit kann jedes Gerät eindeutig identifiziert werden.. Man kann anstelle einer Internetadresse auch die  Nummer eingeben. Ähnliche Nummern sind miteinander verhängt. So beseht die Möglichkeit, zu einer bekannten Adresse, weitere dazugehörige Adressen zu finden.

 

·          Kann man unter einem beliebigen Namen eine Adresse im Internet registrieren lassen?

PH: Für eine Registrierung muss bezahlt werden, also ist eine legale Wohnadresse notwendig. Allerdings werden oft, wenn der eigentliche Initiator einer Seite verdeckt bleiben soll, Strohmänner für die Registrierung benutzt.

 

·          Wie zitiert man die Domains in einer Arbeit?

PH: Das Problem im Internet ist, dass die Seiten wieder verschwinden können.

Grundsätzlich gilt: 1. Adresse angeben

                                  2. Datum (Wann hat man die Internetseite besucht.)

                                  3. Es empfiehlt sich oft die Quelle auszudrucken, oder auf eine CD-Room  zu kopieren und als

                                      Teil der Arbeit abzugeben.

 

Bemerkungen SB: SB verweist auf die Internetseite http//vassun.vassar.edu als ein gutes Beispiel für eine Webside. Sie gibt den Rat, im Umgang mit dem Internet detektivisch vorzugehen.

 

Hinweis:              edu:  education

                                mil:  military

                                gov:  goverment

Diese drei Kürzel sind reserviert für offizielle Adressen in Amerika. Frei sind momentan die Kürzel doc, org, und com.

SB erwähnt, dass dieses Proseminar versucht mit dem neuen Medium umzugehen. Sie erachtet die Sorgfalt als das wichtigste im Umgang mit dem Internet. Man soll immer alle Fragen notieren und auch seine Zweifel äussern.

PH weist noch mal auf den Nutzen von „History Toolbox“ hin.

 

III.      Organisatorisches

 

Arbeitsgruppe: Vorschau (Simon)

Die Arbeitsgruppe hat für die nächste Sitzung vom 29. Mai, zwei Blätter vorbereitet, die zwei Ereignisse schildern. Die Blätter hängen im Ordner im Apparat des Hist. Seminar oder sind auf www.hist.net  zu finden. Sie sollen kopiert und gelesen werden.

 

Aufgaben für die Sitzung vom 29. Mai

  1. Kapitel über PS-Arbeit  im Studienleitfaden studieren.
  2. Kapitel über Quellenkritik im Studienleitfaden lesen.
  3. Folien über die Qualitätssicherung im Internet nochmals anschauen (s.h. Punkt II )
  4. Blätter der Arbeitsgruppe lesen.

 

Protokollbesprechung

SB bezeichnet das Protokoll vom 15.5.01 als vorbildlich und lang. Es ist aber klar mehr als nur ein Protokoll.

Sie verweist darauf, dass Themen wie „Agent Orange „ oder „ Traumata im Vietnamkrieg“  für eine historische Arbeit gut möglich sind (vgl. Punkt 2, letzter Abschnitt im Protokoll vom 15. Mai)

Bei Punkt 3  stellt SB richtig, dass es sich um eine Aufgabenstellung und nicht um eine Fragestellung gehandelt hat. Die TeilnehmerInnen des PS müssen selber die Fragestellung entwickeln.

 

Schlussbemerkung: SB ist der Meinung, dass man sich immer in eine PS-Arbeit stürzen soll. Dabei aber die 70% Handwerk nicht vergessen darf.