hist.net homepage

History Toolbox

Übersicht: Träger und Akteure

Übersicht: Links und Ressourcen

Übersicht: Kurse und Projekte

Übersicht: Träger und Akteure

 

Informationen über hist.net
Hilfeseiten zu hist.net
Volltextsuche auf hist.net

Historisches Seminar der Universität Basel (WiSe 1999/2000 und SoSe 2000):
"Geschichte online. Evaluationskrieterien für historisch relevante Internet-Ressourcen (History ToolBox)"

Übersicht / Projektbeschreibung / BSCW-ServerAlte Version dieser Seite

Projektbeschreibung

Ausgangslage
Neue Medien wie Internet und CD-ROM stellen neuartige und bislang noch kaum ausgeschöpfte Recherche- und Arbeitsmöglichkeiten für Studierende wie Dozierende der Geschichtswissenschaft zur Verfügung. Bibliotheken, Datenbanken, Quelleneditionen und -nachweise stehen zum Beispiel weltweit zur Verfügung. Dies bietet nicht nur die Chance, mit innovativen Ansätzen neue Lehrformen zu entwickeln, sondern zwingt die Verantwortlichen nachgerade dazu, die Qualitätssicherung der universitären Lehre im medialen Wandel zu gewährleisten. Das Fach Geschichte mit seinen hohen Studentenzahlen und seinen breiten, heterogenen und zunehmend medienorientierten Berufsmöglichkeiten von Absolventinnen und Absolventen auf dem Arbeitsmarkt (siehe dazu den Bericht zum Projekt «HistorikerIn gesucht. Das Studium der Geschichtswissenschaften und der Arbeitsmarkt in der Schweiz», in: UniNet Mai 1999, S. 3) ist in besonderem Mass bemueht, die neuen Informationstechnologien und ihre Moeglichkeiten bei der Planung des Lehrangebotes zu berücksichtigen.

Ein weiterer Leitgedanke des Projektes ist, dass die universitäre Lehre in den historischen Wissenschaften eng mit der Forschungspraxis verzahnt ist und dass dabei die Recherche zu den zentralen Arbeitstechniken gehört. Dadurch, dass die Studierenden in einer Lehrveranstaltung neue Recherchiertechniken kennen lernen, sollen sie ihre Forschungskompetenz erhöhen und einen bewussten Umgang mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen üben. Das Wissen über neue Recherchier- und Unterrichtsmöglichkeiten ist am Historischen Seminar (HS) bislang nicht gezielt und systematisch gesammelt und ausgewertet worden. Im Sinne einer Eigenleistung erteilte das HS für das Sommersemester 1999 aber erstmals einen Lehrauftrag für eine Übung «Neue Medien in den Geschichtswissenschaften». Die beiden Lehrbeauftragten Peter Haber und Jan Hodel konnten sich dadurch eine fachliche und technische Grundlage erarbeiten, die in das Projekt History Toolbox einfliessen soll. Die Übung wird von Sitzung zu Sitzung mit allen Skripts und Berichten der Teilnehmenden im Internet dokumentiert unter der URL <http://www.hist.net/kurse/hs_kurs>. Die überwältigend grosse Nachfrage von Seiten der Studierenden stellte den Bedarf an derartigen Lehrveranstaltungen unter Beweis.

Ziele
Das Projekt ermöglicht die Schaffung einer webbasierten Lern- und Lehrumgebung für die Geschichtswissenschaften und zielt auf eine Erhöhung der Forschungskompetenz der Studierenden hin. Die Toolbox bietet eine einheitliche Plattform für die Arbeit mit heterogenen Ressourcen, vermittelt praxisbezogenes Orientierungswissen über unterschiedliche methodische Forschungsansätze in den Geschichtswissenschaften und erleichtert die Arbeit mit interdisziplinären Ansätzen. Gleichzeitig bietet die Toolbox eine technische Basis für forschungsorientierte Gruppen- und Seminararbeiten, indem Lerngruppen in der Toolbox eigene Arbeits- und Komunikationsbereiche einrichten und gemeinsame Recherche-Dokumentationen erstellen können.

Lösungsansatz
Das Projekt verfolgt einen doppelten Lösungsansatz:

  • Erstens sollen diese neuen Ressourcen anhand eines Kriterienrasters evaluiert und in einer einheitlichen Form aufbereitet werden. Dabei sind in erster Linie die methodischen Ansätze und die Themenfelder, die am HS unterrichtet werden, zu berücksichtigen
  • Zweitens soll den Studierenden der Geschichtswissenschaft im Sinne eines problemorientierten Lernens der Umgang mit den Neuen Medien praxisorientiert vermittelt und das Potential für die eigenen Lernprozesse erfahrbar gemacht werden.

Durchführung
Diese Arbeit wird im Sinne des Collaborative Learning als zweisemestrige Lehrveranstaltung mit Studierenden des HS durchgeführt. Die Lehrveranstaltung ist in das Lehrangebot des HS integriert und voll anrechenbar. Geleitet wird das Projekt von einem dreiköpfigen Team des HS. Sie gewährleistet die Kohärenz und Qualität des Ergebnisses.

Evaluation und Berichterstattung
Das Projekt wird in allen seinen Phasen intern und bei Bedarf auch extern evaluiert. Unter anderem erstattet die Projektleitung dem Ressort Lehre schriftlich und mündlich Bericht. Darüberhinaus informiert die Projektleitung bei Bedarf auch die universitäte und ausseruniversitäre Öffentlichkeit über (Zwischen-)Ergebnisse.

Technische Umsetzung
Das Ergebnis ist ein dynamisches WWW-Angebot, das auf der Homepage des HS angesiedelt ist und sich an alle Dozierende und Studierende des HS richtet, darüberhinaus aber allen Interessierten zugänglich ist. Das Angebot ist modular aufgebaut und lässt sich nach Bedarf ausbauen. Für einzelne Bereiche der Toolbox können differenzierte Lese- und Schreibrechte vergeben werden. Dadurch wird es möglich, einzelne geschützte Bereiche für Gruppenarbeiten einzurichten oder auch neue Informationen zunächst ungeprüft (und als solche gekennzeichnet) in die Toolbox aufzunehmen. Bei der technischen Umsetzung des Projektes arbeitet das HS bei Bedarf mit externen Partnern zusammen, wobei mit dem Hyperwerk (HW) der Fachhochschule beider Basel bereits entsprechende Vorgespräche stattgefunden haben.

Ausbaumöglichkeiten
Die HTB bietet die Möglichkeit, in einer späteren Phase Schnittstellen zu bestehenden oder neu entstehenden ähnlichen Projekten im In- und Ausland zu implementieren. Die Evaluation entsprechender Schnittstellen und die Suche nach möglichen Kooperationspartnern ist Teil dieser ersten Projektphase. Nach Möglichkeit sind auch bei diesem Schritt Studierende des HS zu integrieren. Im Vordergrund stehen aktuelle technische Entwicklungen wie XML, Z39.50, LDAP und Dublin Core.

Das Projekt HTB ist so konzipiert, dass es in einer zweiten Phase in ein nationales Projekt im Rahmen des Virtuellen Campus Schweiz überführt werden kann.

Output
Der Output des Projektes umfasst

  • einen Kriterienkatalog für die Evaluation von Ressourcen
  • die Konzeption einer einheitlichen Oberfläche der History Toolbox
  • die Dokumentation der Erfahrungen im Projekt und der Erfahrungen des HS
  • eine Konzeption für die Anwendung der History Toolbox im Unterricht

Projektgruppe
Die Projektgruppe am HS besteht aus:

  • lic. phil. Peter Haber
  • lic.phil. Jan Hodel
  • NN

Die Projektgruppe wird von Prof. Dr. Martin Schaffner beraten.

Zeitplan

Suche nach möglichen Kooperationspartnern
   ab 06/1999
Technische Evaluation (Schnittstellen etc.)
ab 07/1999
Inhaltliche Vorevaluationen
ab 07/1999
Start der Lehrveranstaltung am HS
10/1999
Einreichung einer Absichtserklärung beim Virtuellen Campus Schweiz
11/1999
Technische Evaluation Schnittstellen etc
11/1999
Kriterienkatalog für die Evalution
03/2000
Sammlung evaluierter Ressourcen
05/2000
Konzeption einer einheitlichen Oberfläche
05/2000
Unterrichtskonzeption
06/2000
Ende der Lehrveranstaltung am HS
06/2000