History Toolbox

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Historisches Seminar der Universität Basel (WiSe 1999/2000 und SoSe 2000):
"Geschichte online. Evaluationskriterien für historisch relevante Internet-Ressourcen (History ToolBox)"

Ausgangslage / Übersicht über die Arbeitsphasen / Kontakte / Publikationen / Erste Anwendungen / Ausblick

Zwischenbericht History Toolbox (Phase 1)

Ausgangslage

Das Projekt History Toolbox wurde im Juni 1999 vom Rektorat bewilligt. Sofort wurde für das Kommentierte Vorlesungsverzeichnis des Historischen Seminars ein Beiblatt organisiert, in dem die Studierenden auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht wurden. Als Teilnahmebedingungen wurden a) Grundkenntnisse im Umgang mit dem Internet und b) die Bereitschaft, beide Semester zu besuchen, formuliert. Trotz diesen einschränkenden Rahmenbedingungen konnte zu Beginn des Wintersemesters 1999/2000 das Projekt mit weit mehr als einem Dutzend Teilnehmerinnen und Teilnehmern starten.

Übersicht über die Arbeitsphasen

In den ersten Sitzungen wurden übersichtsartig wichtige Internet-Dienste besprochen sowie die unterschiedlichen Suchhilfsmittel im Internet vorgestellt. Die Kursteilnehmenden konnten die präsentierten Hilfsmittel mit Hilfe von vorbereiteten Online-Übungen individuell ausprobieren. Sämtliche Unterlagen - so auch die Übungsseiten - wurden online zur Verfügung gestellt; sie sind bis auf weiteres zugänglich, weshalb an dieser Stelle nicht auf die einzelnen Punkte eingegangen werden muss.

In einem weiteren Block befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv mit der Struktur und dem Aufbau von sogenannten "Subject Gateways". Diese neuartigen Dienste stellen ein in der wissenschaftlichen Nutzung des Internet zunehmend beliebtes Instrument dar, um geprüfte und klassifizierte Online-Ressourcen zu einem bestimmten Thema zu lokalisieren. Die wichtigsten Dokumente und die besprochenen Projekte wurden auf einer Übersichtsseite zusammengestellt. Anhand bereits bestehender Subject Gateways aus anderen Bereichen wurde bis Ende 1999 eine mögliche Feld-Liste für die eigene Datenbank zusammengestellt. Die relevanten Kriterien und die Operationalisierbarkeit wurden in mehreren Arbeitsgruppen intensiv diskutiert. Das Projekt orientierte sich, wie bereits im Antrag formuliert, am Historyguide, der von der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen) konzipiert und ins Netz gestellt wurde. Ein Besuch der beiden Projektleiter in Göttingen anfangs November gab dem Projekt einen wichtigen Input und diente auch der Stärkung einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen Basel und Göttingen. Die SUB Göttingen ist eine der führenden Kompetenzzentren im Bereich der wissenschaftlichen Nutzung Neuer Medien und ist an zahlreichen internationalen und interkontinentalen Kooperationsprojekten beteiligt.

Parallel zur Diskussion von möglichen Evaluationskriterien wurde von der Projektleitung ein erster Prototyp der History Toolbox aufgebaut und anfangs 2000 freigegeben. Es handelt sich dabei um eine FileMaker-Applikation (Arbeitstitel: "URLMaker"), die via WWW zugänglich ist und von den Kursteilnehmenden mittels eines Passwortes bedient werden kann. Während bereits die ersten Einträge aufgenommen wurden, wurden sowohl die Eingabemasken als auch die Felddefinitionen einem intensiven Diskussionsprozess unterworfen. Mehrere kleinere Änderungen wurden in mehreren Etappen im URLMaker implementiert.

Im zweiten Semester wurde auf die wöchentlichen Treffen verzichtet und die (nun thematisch zusammengesetzten) Teams gaben in einer längeren Phase die Datensätze ein. Zur Zeit sind über 200 Datensätze in der Datenbank.

Kontakte

Das Projekt fand innert kürzester Zeit innerhalb und ausserhalb des Historischen Seminars eine grosse Resonanz. Innerhalb des Seminars wurde im Dezember ein zweiteiliger Workshop organisiert, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die History Toolbox vorzustellen und einige grundsätzliche Themen im Zusammenhang mit Neuen Medien in den Geschichtswissenschaften zu diskutieren. Sämtliche Unterlagen des Workshops sind online abrufbar.

An externen Kontakten sind zu nennen:

  • Besuch der Projektleitung bei Herrn Dr. W. Enderle, Projektleiter Historyguide an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen im November 1999.
  • Anfrage der Universität Genf (Lehrstuhl Prof. F. Walter) betreffend einer möglichen Zusammenarbeit bei zukünftigen Lehrveranstaltungen; eine grundsätzliche Einigung ist bereits erzielt worden, Detailfragen werden in den nächsten Monaten geklärt werden.
  • Gastreferat im Dezember 1999 der beiden Projektleiter an der Universität Zürich im Kolloquium "Geschichte aus dem Lautsprecher" von Dr. des. E. Schade (Forschungsstelle Sozial- und Wirtschaftsgeschichte).
  • Anfrage von Prof. Carsten Goehrke (Historisches Seminar der Universität Zürich) für eine Zusammenarbeit im Rahmen des Nationalfonds Projektes SCOPES, um nach Vorbild der History Toolbox ein entsprechendes Produkt für die Bedürfnisse der Osteuropageschichte zu entwickeln; ein entsprechendes Gesuch für eine Zusammenarbeit mit der Universität Tscheljabinsk und die Entwicklung einer "Russian History Toolbox" (Arbeitstitel) ist beim Nationalfonds zur Zeit noch hängig.
  • Gastreferat im Juni 2000 der beiden Projekleiter an der Universität Zürich im Proseminar "Der Computer als Hilfsmittel der Geschichtswissenschaft" von Dr. Christina Kokkinia und lic. phil. Gerold Ritter (Historisches Seminar).
  • Interimistische Ko-Koordination (zusammen mit lic. phil. Yves Froidevaux, Universität Neuenburg) der Abteilung Internet der Allgemeinen Geschichtsforschenden Gesellschaft durch Peter Haber.

Ausserdem entstand im Rahmen eines geplanten Verbundprojektes beim Virtuellen Campus Schweiz eine intensive Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Basel (Hannes Hug und Dr. Berthold Wessendorf), dem Rechenzentrum der Universität Basel (Prof. Dr. Fritz Rösel und Dr. Dieter Glatz), der Forschungsstelle Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Zürich (Prof. Dr. Jakob Tanner), dem Historischen Institut der Universität Bern (Prof. Dr. Christian Pfister), der Forschungsstelle für Sicherheitspolitik und Konfliktanalyse an der ETH Zürich (Prof. Dr. Andreas Wenger), dem HyperWek der Fachhochschule beider Basel (Prof. Dr. Mischa Schaub) und dem Institut für Geschichte an der ETH Zürich (Prof. Dr. David Gugerli).

Publikationen

Sämtliche Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Projekt wurden und werden online zugänglich gemacht. Im Kontext des Projektes sind ausserdem noch folgende Publikationen entstanden:

Erste Anwendungen

Im Sommersemester 2000 fand am Historischen Seminar das erste web-unterstützte Seminar statt: "Hierarchie und Emphase. Zur Mediengeschichte der Repräsentation von Herrschaft und Gefühl Intensive Kontakte mit dem Seminar", durchgeführt von Prof. Dr. Achatz von Müller und lic. phil. Gunnar Mikosch. Intensive Gespräche mit G. Mikosch im Vorfeld der Veranstaltung führten zu einer guten Zusammenarbeit und zur Weiterentwicklung des Anforderungsprofils der History Toolbox für einen künftigen Praxiseinsatz. Für eine konkrete Integration in die Lehrveranstaltung war die Arbeit an der History Toolbox allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht genug weit vorangeschritten.

Ausblick

Für den Schluss der laufenden Phase sind unter anderem noch folgende Arbeiten vorgesehen:

  • Behebung kleinerer Mängel im URLMaker.
  • Implementierung von Hilfetexten.
  • Erstellen eines Manuals, damit die Arbeit auch von anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weitergeführt werden kann.

ph&jh / 5.6.2000

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