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Stand: 08.03.2003
 
       
 
 
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BIG-O
Basler Initiative für Gender studies in der Osteuropaforschung (BIG-O)

Wer sind wir / Ziele von BIG-O / Konkrete SchritteGraduiertenkurs 2001 / Kontakte, Adressen und Links / Laufende Projekte / Bibliographie

Wer sind wir?

Die "Basler Initiative für Gender studies in der Osteuropaforschung" (BIG-O) wurde Anfang des Jahres 2001 von Assistierenden und Promovierenden am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte zusammen mit Prof. Heiko Haumann ins Leben gerufen. Die Initiatorinnen, Dr. Monica Rüthers, Dr. Carmen Scheide, Anke Stephan (Staatsexamen) und lic.phil. Daniela Tschudi, arbeiten selbst alle zu Themen der Frauen- und Geschlechtergeschichte im Bereich der Osteuropaforschung.

Inzwischen laufen zahlreiche Forschungsarbeiten und -projekte zum Themenkomplex "Gender und Osteuropa". Beispielsweise hat Prof. Elisabeth Cheauré am Seminar für Slavistik der Universität Freiburg i. Br. ein Kompetenzzentrum aufgebaut mit einer Spezialbibliothek und Forschungsarbeiten über "Frauen in der russischen Kultur". Auch an anderen Universitäten und Instituten wird Frauen- und Geschlechterforschung innerhalb der Osteuropaforschung betrieben (vgl. beispielsweise die Liste der laufenden Promotionen und Habilitationen des Osteuropa-Instituts in München). Die Forschungen finden aber häufig isoliert voneinander statt. Es gibt wenig Kommunikation unter den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, geschweige denn eine institutionalisierte Vernetzung.

Ein intensiverer Austausch ist alleine schon deswegen wünschenswert und notwendig, weil Forschende, die sich mit Osteuropa beschäftigen, immer noch unter erschwerten Bedingungen arbeiten: Die Literatur- und Archivrecherche ist mit aufwendigen Forschungsreisen verbunden. Häufig mangelt es an wissenschaftlicher Anbindung vor Ort. Die Forschungslandschaft in Osteuropa selbst befindet sich im Umbruch. Frauen- und Geschlechterforschung stößt dort zwar auf immer größere Resonanz, aber es konnten sich noch keine institutionalisierten Diskussionszusammenhänge herausbilden, wie sie sich in der westeuropäischen und amerikanischen Forschung über viele Jahre entwickelt haben.

Mehr zum Thema: Claudia Kraft: Wo steht die Frauen- und Geschlechtergeschichte in der Osteuropaforschung? (PDF-Datei, 64 KB)

Ziele von BIG-O

Mit unserer Initiative wollen wir den wissenschaftlichen Austausch zwischen Forschenden anregen, die in unterschiedlichen Fachbereichen (Geschichte, Slavistik, Soziologie...) Frauen- und Geschlechterforschung im Bereich Osteuropa betreiben. Dabei haben wir uns folgende Ziele gesetzt:

  • Diskussion und Weiterentwicklung des theoretisch-methodischen Konzeptes "Gender". Kritische Auseinandersetzung mit den Komplexen "Gender" und "Osteuropa" im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit an der konkreten Forschungsarbeit.
  • Interdisziplinärer und interuniversitärer Austausch. Vernetzung der laufenden Forschungsprojekte und Institutionen, die sich mit Frauenforschung und Gender studies in Osteuropa beschäftigen.
  • Strukturelle Förderung und Institutionalisierung von Frauenforschung und Gender studies in der Osteuropaforschung.
  • Vernetzung mit der internationalen Forschung. Förderung des Dialogs zwischen Ost und West.
  • Schaffen eines Austauschforums für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Diskussionsmöglichkeiten über konkrete Forschungsfragen und -probleme (Forschungsbedingungen, Quellenstudium, Archive, Bibliotheken, Institute, wissenschaftliche Anbindung vor Ort) sowie Karriereplanung und Berufsperspektiven.
Konkrete Schritte

Eine Liste der laufenden Forschungsarbeiten im Bereich Gender und Osteuropa wird erstellt. Zur Belebung der wissenschaftlichen Kommunikation und besonders der Nachwuchsförderung hat am 12. und 13. Juli ein Graduiertenkurs in Basel stattgefunden. Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler haben die Möglichkeit erhalten, ihre Projekte vorzustellen und zu diskutieren. Auswärtige Referentinnen leiteten die Gespräche über methodisch-theoretische Fragen und vermittelten einen Ueberblick über den bisherigen Stand der Diskussion. Es bestand die Gelegenheit, sich über Strategien der Vernetzung und strukturellen Förderung von Gender-Forschung auszutauschen.

Für Ende 2002 / Beginn 2003 planen wir einen Studientag, bei dem wir uns intensiv und quellennah mit Fragen der Methode – gerade auch im Zusammenhang mit der Kategorie Gender – auseinandersetzen wollen. Interessierte melden sich bitte bei Carmen Scheide.

Wir erstellen eine Liste von Institutionen, Lehrstühlen und Kompetenzzentren, die im Bereich "Gender und Osteuropa" forschen, sowie Bibliotheken, Archiven und sonstigen Einrichtungen, die für die Forschenden von Nutzen sein können.

Graduiertenkurs 2001

Graduiertenkurs am 12./13. Juli 2001 in Basel: Programm (PDF-Datei, 12 KB) und Bericht (PDF-Datei, 24 KB).
Dazu: Hausbacher, Eva: Gender Studies in der Osteuropaforschung. Tagungsbericht in den Österreichischen Ostheften, Jahrgang 42/2001-Heft 4 (PDF-Datei, 456 KB).

Kontakt

Dr. des. Carmen Scheide
Historisches Seminar
Universität Basel
Hirschgässlein 21
CH-4051 Basel
Switzerland

Tel.: +41 61 295 96 66 (Sekretariat)
Tel.: +41 61 295 96 58 (direkt)
Fax: +41 61 295 96 40

Links

In der Datenbank History Toolbox finden sich die wichtigsten Links zur Fragestellung von BIG-O.

Laufende Projekte

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Bibliographie

Bibliographie, zusammengestellt von Carmen Scheide, Historisches Seminar der Universität Basel (PDF-Datei, 80 KB)

 
 

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