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Wer sind wir
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von BIG-O / Konkrete Schritte
/ Graduiertenkurs 2001
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/ Laufende Projekte /
Bibliographie
Die "Basler Initiative für Gender studies in der
Osteuropaforschung" (BIG-O) wurde Anfang des Jahres 2001
von Assistierenden und Promovierenden am Lehrstuhl für
Osteuropäische Geschichte zusammen mit Prof. Heiko Haumann
ins Leben gerufen. Die Initiatorinnen, Dr. Monica Rüthers,
Dr. Carmen Scheide, Anke Stephan (Staatsexamen) und lic.phil.
Daniela Tschudi, arbeiten selbst alle zu Themen der Frauen-
und Geschlechtergeschichte im Bereich der Osteuropaforschung.
Inzwischen laufen zahlreiche Forschungsarbeiten und -projekte
zum Themenkomplex "Gender und Osteuropa". Beispielsweise
hat Prof. Elisabeth Cheauré am Seminar für Slavistik
der Universität Freiburg i. Br. ein Kompetenzzentrum
aufgebaut mit einer Spezialbibliothek und Forschungsarbeiten
über "Frauen in der russischen Kultur". Auch
an anderen Universitäten und Instituten wird Frauen-
und Geschlechterforschung innerhalb der Osteuropaforschung
betrieben (vgl. beispielsweise die Liste der laufenden Promotionen
und Habilitationen des Osteuropa-Instituts in München).
Die Forschungen finden aber häufig isoliert voneinander
statt. Es gibt wenig Kommunikation unter den Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftlern, geschweige denn eine institutionalisierte
Vernetzung.
Ein intensiverer Austausch ist alleine schon deswegen wünschenswert
und notwendig, weil Forschende, die sich mit Osteuropa beschäftigen,
immer noch unter erschwerten Bedingungen arbeiten: Die Literatur-
und Archivrecherche ist mit aufwendigen Forschungsreisen verbunden.
Häufig mangelt es an wissenschaftlicher Anbindung vor
Ort. Die Forschungslandschaft in Osteuropa selbst befindet
sich im Umbruch. Frauen- und Geschlechterforschung stößt
dort zwar auf immer größere Resonanz, aber es konnten
sich noch keine institutionalisierten Diskussionszusammenhänge
herausbilden, wie sie sich in der westeuropäischen und
amerikanischen Forschung über viele Jahre entwickelt
haben.
Mehr zum Thema: Claudia Kraft: Wo
steht die Frauen- und Geschlechtergeschichte in der Osteuropaforschung?
(PDF-Datei, 64 KB)
Mit unserer Initiative wollen wir den wissenschaftlichen
Austausch zwischen Forschenden anregen, die in unterschiedlichen
Fachbereichen (Geschichte, Slavistik, Soziologie...) Frauen-
und Geschlechterforschung im Bereich Osteuropa betreiben.
Dabei haben wir uns folgende Ziele gesetzt:
- Diskussion und Weiterentwicklung des theoretisch-methodischen
Konzeptes "Gender". Kritische Auseinandersetzung
mit den Komplexen "Gender" und "Osteuropa"
im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit an der konkreten Forschungsarbeit.
- Interdisziplinärer und interuniversitärer
Austausch. Vernetzung der laufenden Forschungsprojekte und
Institutionen, die sich mit Frauenforschung und Gender studies
in Osteuropa beschäftigen.
- Strukturelle Förderung und Institutionalisierung
von Frauenforschung und Gender studies in der Osteuropaforschung.
- Vernetzung mit der internationalen Forschung.
Förderung des Dialogs zwischen Ost und West.
- Schaffen eines Austauschforums für den
wissenschaftlichen Nachwuchs. Diskussionsmöglichkeiten
über konkrete Forschungsfragen und -probleme (Forschungsbedingungen,
Quellenstudium, Archive, Bibliotheken, Institute, wissenschaftliche
Anbindung vor Ort) sowie Karriereplanung und Berufsperspektiven.
Eine Liste der laufenden Forschungsarbeiten im Bereich Gender
und Osteuropa wird erstellt. Zur Belebung der wissenschaftlichen
Kommunikation und besonders der Nachwuchsförderung hat
am 12. und 13. Juli ein Graduiertenkurs in Basel stattgefunden.
Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler haben die
Möglichkeit erhalten, ihre Projekte vorzustellen und
zu diskutieren. Auswärtige Referentinnen leiteten die
Gespräche über methodisch-theoretische Fragen und
vermittelten einen Ueberblick über den bisherigen Stand
der Diskussion. Es bestand die Gelegenheit, sich über
Strategien der Vernetzung und strukturellen Förderung
von Gender-Forschung auszutauschen.
Für Ende 2002 / Beginn 2003 planen wir einen Studientag,
bei dem wir uns intensiv und quellennah mit Fragen der Methode
– gerade auch im Zusammenhang mit der Kategorie Gender
– auseinandersetzen wollen. Interessierte melden sich
bitte bei Carmen
Scheide.
Wir erstellen eine Liste von Institutionen, Lehrstühlen
und Kompetenzzentren, die im Bereich "Gender und Osteuropa"
forschen, sowie Bibliotheken, Archiven und sonstigen Einrichtungen,
die für die Forschenden von Nutzen sein können.
Graduiertenkurs am 12./13. Juli 2001 in Basel: Programm
(PDF-Datei, 12 KB) und Bericht
(PDF-Datei, 24 KB).
Dazu: Hausbacher, Eva: Gender Studies
in der Osteuropaforschung. Tagungsbericht in den Österreichischen
Ostheften, Jahrgang 42/2001-Heft 4 (PDF-Datei, 456 KB).
Dr. des. Carmen Scheide
Historisches Seminar
Universität Basel
Hirschgässlein 21
CH-4051 Basel
Switzerland
Tel.: +41 61 295 96 66 (Sekretariat)
Tel.: +41 61 295 96 58 (direkt)
Fax: +41 61 295 96 40
In der Datenbank History
Toolbox finden sich die wichtigsten
Links zur Fragestellung von BIG-O.
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Bibliographie, zusammengestellt
von Carmen Scheide, Historisches Seminar der Universität
Basel (PDF-Datei, 80 KB)
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