Sie finden hier eine Zusammenstellung von einigen Digitalisierungsprojekten in der Schweiz, welche die Vielfalt und die unterschiedlichen Lösungsansätze illustrieren. Diese Zusammenstellung basiert auf einer Kurzstudie über aktuelle Trends und Projekte zur Digitalisierung und digitalen Archivierung im schweizerischen Kontext, die anfangs 2007 von infoclio.ch publiziert wurde. Wir danken infoclio.ch für die Erlaubnis, diese Passagen hier nochmals verwenden zu dürfen.
Aktuelle Meldungen und Diskussionen zum Thema Neue Medien in den Geschichtswissenschaften finden Sie auch im Weblog von hist.net.
Kontakt für Korrekturen und Ergänzungen: Peter Haber
Update
- 09.04.2007 | Linkliste zu Schweizer Digitalisierungsprojekten (archivalia)
- 10.06.2007 | Weitere US-Universitäten beteiligen sich an Googles Buchsuche-Projekt (heise.de)
- 11.06.2006 | 2 Models for Digitizing Collections (insidehighered.com)
- 15.06.2006 | Das Baugedächtnis Schweiz online (weblog.histnet.ch)
Links zum NZZ-Artikel
Hier die wichtigsten Links zum Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung vom 9. Juni 2007 «Bücher ins Netz. Das Projekt «Google Books» fasst nun auch in der Schweiz Fuss»:
- Bibliothèque Cantonale et Universitaire (BCU) Lausanne
- Mitteilung der BCU Lausanne vom 15. Mai 2007
- Mitteilung der BSB München vom 6. März 2007
- Google Buchsuche
- The European Library (TEL)
- DigiZeitschriften
- CompactMememory
- Zentrales Verzeichnis Digitalisierter Drucke
- Swiss Electronic Academic Library Service
- Codices Electronici Confoederationis Helveticae
- e-Helvetica
Ausgangslage
Die Digitalisierung von Kulturgütern wie Büchern steckt in der Schweiz noch in den Anfängen, umfassende Strategien oder entsprechende Koordinierungsgremien fehlen zur Zeit noch. Wesentlich weiter gediehen ist die Archivierung von digital generierten Dokumenten und Bildern sowie von elektronischen Geschäftsunterlagen, wo bereits mehrere Projekte erfolgreich am Laufen sind.
Einen wichtigen Meilenstein in der Diskussion stellt der vom Bundesamt für Kultur (BAK) in Auftrag gegebene Bericht zur Memopolitik der Schweiz dar, der 2005 veröffentlicht wurde.
In einem Positionspapier fasste das BAK im März 2006 den Stand der Dinge zusammen und charakterisierte die Situation wie folgt:
"a) die Archive treiben die Digitalisierung ihrer Bestände überall unkoordiniert voran
b) Standards der Digitalisierung, der Erschliessung, der Sicherheit der Links und der Vernetzung sind nicht gewährleistet
c) Probleme des Zugangs und der Langzeitarchivierung sind nicht bearbeitet
d) die Anforderungen der zukünftigen geisteswissenschaftlichen Forschung bei der Digitalisierung, der Zugänglichkeit, der Herstellung von Links und der Vernetzung sind nicht berücksichtigt
e) die wichtigen Probleme der Dokumentation der zeitgenössischen Ereignisse sind nicht bearbeitet (Fehlen einer wissenschaftlich fundierten und politisch legitimierten Memopolitik)."
Aktuelle Projekte aus dem bibliothekarischen Bereich
SEALS und SwissDML
Im Rahmen des Projektes E-Archiving des Konsortiums der Schweizer Hochschulbibliotheken finanziert die Schweizerische Hochschulkonferenz unter der Bezeichnung SEALS (Swiss Electronic Academic Library Service) die Retrodigitalisierung von gedruckten wissenschaftlichen Zeitschriften, die einen Bezug zur Schweiz haben. In der gegenwärtigen Pilotphase werden drei mathematische Zeitschriften digitalisiert und kostenlos im Netz angeboten. In Anlehnung an das Projekt World Digital Mathematics Library (WDML) heisst das Vorhaben SwissDML und wird vom Konsortium der Schweizer Hochschulbibliotheken zusammen mit dem Göttinger Digitalisierungszentrum durchgeführt. Insgesamt handelt es sich um rund 90000 Seiten. Die hochwertigen Digitalisate sind im Volltext durchsuchbar und können als PDF-Datei abgespeichert werden. Das von der Schweizerischen Mathematischen Gesellschaft (SMG) angeregte Projekt ist nicht gewinnorientiert, die Trägerschaft und das wirtschaftliche Risiko lagen bei der SMG und der Fondation L’Enseignement Mathématique.
DigiBern (Universitätsbibliothek Bern)
DigiBern ist eine Sammlung von frei zugänglichen digitalen Texten und digitalen Karten zur Geschichte und zur Kultur von Stadt und Kanton Bern. Die Karten stammen aus der Sammlung Ryhiner. Die digitalisierten Volltexte lassen sich im Volltext durchsuchen und mit Hilfe eines Java-Applets komfortabel anzeigen und abspeichern. Die Sammlung umfasst u.a. die Illustrierte Berner Enzyklopädie (1981), Texte von Albrecht von Haller, das Intelligenzblatt für die Stadt Bern (1834-1888) sowie BERNHIST, ein historisch-geografisches Informationssystem für den Kanton Bern. Für die elektroni-sche Veröffentlichung haben verschiedene Institutionen und Verlage der Universitätsbibliothek Bern die entsprechenden Rechte überlassen (Benteli Verlag, Burgerbibliothek Bern, Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Historischer Verein des Kantons Bern). Die einzelnen Teilprojekte sind sowohl technisch als auch von der Usability her sehr unterschiedlich konzipiert.
Kadmos (Universitätsbibliothek Basel)
Im Rahmen des Kadmos-Projektes wurden von der Universitätsbibliothek Basel über 560 Drucke aus der Basler Buchproduktion vornehmlich des 15. und 16. Jahrhunderts für die frei zugängliche Präsentation im Netz aufbereitet. Grundlage des Netzauftrittes bilden die im Katalog „Griechischer Geist aus Basler Pressen“ untersuchten Autoren und Werke. Die Werke wurden nicht integral, sondern nur jeweils auszugsweise digitalisiert; insgesamt sind rund 4000 Buchseiten im Netz. Das Projekt wurde 2003 abgeschlossen und seither nicht mehr ausgebaut.
e-Helvetica (Schweizerische Nationalbibliothek)
Das Projekt e-Helvetica der Schweizerischen Nationalbibliothek hat zum Ziel, die Voraussetzungen für die Sammlung, Erschliessung, Bereitstellung und Langzeiterhaltung elektronischer Helvetica zu schaffen und ein Archivierungssystem für diese elektronischen Publikationen aufzubauen, da der Sammelauftrag der Schweizerischen Nationalbibliothek auch elektronische Publikationen auf Datenträgern oder online im Internet umfasst. Das Projekt startete 2001 und läuft bis 2008; anschliessend wird die Archivierung elektronischer Publikationen in die Betriebsphase überführt. Damit die archivierten Helvetica auch in Zukunft gelesen werden können, ist es notwendig, nebst dem Erhalt der Informationen auch die Datenträger und die Systemumgebungen zu berücksichtigen.
E-Collection ETH
Mit E-Collection steht Angehörigen der ETH Zürich eine alternative Publikationsplatt-form zur Verfügung, um Veröffentlichungen, die ausserhalb des traditionellen Verlags-wesens erscheinen, an zentraler Stelle sowie nach internationalen Standards nachwei-sen und langfristig archivieren zu lassen. Forschungs- und lehrrelevante Publikationen und Materialien können auf diesem Weg einem breiten Interessentenkreis kostenlos über das Internet angeboten werden E-Collection war eine gemeinsame Initiative von ETH World und der ETH-Bibliothek und wurde 2004 in den Routinebetrieb überführt.
RERO DOC
RERO DOC ist die digitale Bibliothek des Réseau des bibliothèques de Suisse occidentale (RERO). Sie ist geschaffen worden, um wissenschaftliche Literatur aus den beteiligten Institutionen zu fördern, zu bewahren und sie einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. RERO DOC ist den Grundsätzen des Open Access verpflichtet und hat Schnittstellen gemäss „Open Archives Initiative Protocol for Metadata Harvesting (OAI-PMH)“ implementiert; die Inhalte von RERO DOC werden von spezialisierten Suchmaschinen wie OAIster und Google Scholar indiziert.
Plakatsammlung (Schweizerische Nationalbibliothek)
Die Plakatsammlung umfasst eine grosse Vielfalt an Plakaten aus der Zeit Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Die Nationalbibliothek hat rund 35000 Plakate aus den eigenen Beständen sowie aus der Bibliothèque publique et universitaire de Genève (BPU GE), der Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel (BPU NE), der Médiathèque Valais und dem Verkehrshaus der Schweiz digitalisiert und ins Netz gestellt. Die Digitalisierung der Plakate wird von MEMORIAV gesponsert.
Aktuelle Projekte aus dem archivischen Bereich
Online-Amtsdruckschriften (Schweizerisches Bundesarchiv)
Das Schweizerische Bundesarchiv hat in einem Digitalisierungsprojekt in den Jahren 2002 bis 2004 das Bundesblatt aus den Jahren 1848 bis 2003 digitalisiert, mit Texterkennungssoftware bearbeitet und anschliessend mit sehr ausgefeilten Suchmöglichkeiten ausgestattet ins Netz gestellt. Die seit anfangs 2005 kostenlos zugänglichen Daten können als Textdatei oder als Faksimile angezeigt und abgespeichert werden. Ergänzt werden die Datenbestände durch einleitende Erklärungen und ausführliche Suchhilfen.
ARELDA (Schweizerisches Bundesarchiv)
Das Projekt ARELDA (Archiving electronic Data and Records) hat die Aufgabe, im Bundesarchiv langfristige Lösungen für die Archivierung von digitalen Unterlagen aus allen archivierungspflichtigen Stellen der Bundesverwaltung zu konzipieren und zu realisieren. Dies umfasst die Übernahme der Daten, ihre Erschliessung, dauerhafte Aufbewahrung und Erhaltung sowie Vermittlung und Benutzbarmachung für die Kunden des Bundesarchivs. Das Projekt basiert auf dem gesetzlichen Auftrag des Bundesarchivs und hat eine Laufzeit von 2001 bis 2008 und ein Budget von 8,5 Mio. Franken.
DoDiS (diplomatische Dokumente der Schweiz online)
Die Diplomatischen Dokumente der Schweiz (DDS) sind ein Projekt zur Edition zentraler Dokumente zur schweizerischen Aussenpolitik. Als Aktenedition in gedruckter Form erschienen seit 1979 bisher 20 Bände. Die elektronische Version ermöglicht ergänzend den virtuellen Zugang zu einer grossen Anzahl von Dokumenten und liefert auch eine Fülle von Informationen zu in- und ausländischen Personen und Organisationen; zudem stehen thematische Dossiers zur Verfügung. Die Selektion und Edition der rele-vanten Dokumente erfolgt durch eine aus verschiedenen Schweizer Universitäten gebildete Forschungsgruppe. Das Projekt DDS steht unter dem Patronat der Schweizerischen Akademie für Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW), welche im Januar 2000 die Finanzierung und Administration des Projektes übernommen hat. Zuvor wurden die DDS zu einem grossen Teil vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung finanziert.
Archiv für Zeitgeschichte
Das Archiv für Zeitgeschichte (AfZ) des Instituts für Geschichte an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat 2006 einen virtuellen Lesesaal ins Netz gestellt. Bei den Beständen des Archivs handelt es sich in erster Linie um Quellenmaterial zur schweizerischen und allgemeinen Zeitgeschichte von der Zwischenkriegszeit bis in die Gegenwart, wobei die thematischen Schwerpunkte des Archivs in den Bereichen Zweiter Weltkrieg und Holocaust, Wirtschaftspolitik sowie Kalter Krieg und Sicherheitspolitik liegen. Zu den bereits digitalisierten und teilweise online zugänglichen Beständen gehören Presseartikel zur Schweizer Wirtschaftspolitik der Jahre 1943 bis 1974, Tondokumente zu Kolloquien mit Zeitzeugen seit 1973 sowie die Plakatsammlung der Gesellschaft zur Förderung der schweizerischen Wirtschaft mit Abstimmungsplakaten aus den vierziger Jahren bis in die Gegenwart.
Bildersammlung Staatsarchiv Basel-Stadt
Im Rahmen der laufenden Informatisierung des Staatsarchivs Basel-Stadt ist seit 2005 eine erste Tranche der Bildersammlung online zugänglich; es sind dies rund 7000 Bilder (vorwiegend Photographien), die im Archivkatalog recherchierbar und direkt visualisierbar sind. Die kombinierte Recherche nach Bildmaterial und schriftlichen Archivalien stellt in der schweizerischen Archivlandschaft ein Novum dar.
Weitere aktuelle Projekte
Codices electronici Confoederationis Helveticae (CeCH)
Im März 2006 nahm das Kuratorium „Katalogisierung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften der Schweiz“ seine Arbeit auf. Es soll die Digitalisierung des gesamten mittelalterlichen Handschriftenbestands der Schweiz regeln und vorantreiben und dazu beitragen, die Schriftkultur der Antike und des Mittelalters für die Nachwelt zu erhalten. Für die langfristige Sicherung der Daten und für die von Forschung und Lehre benötigte Bildqualität der digitalisierten Handschriften sollen Richtlinien erstellt werden. Ausserdem soll das Kuratorium die Koordination unterschiedlicher Digita-lisierungsprojekte in der Schweiz gewährleisten und die Kompatibilität der Softwarelö-sungen garantieren. Das Kuratorium wurde unter der Ägide der SAGW gegründet.
Der Gründung des Kuratoriums vorangegangen war die erfolgreiche Durchführung des Pilotprojektes „Codices Electronici Sangallenses“ (Digitale Stiftsbibliothek St. Gallen), dessen Ziel es war, die mittelalterlichen Handschriften der Stiftsbibliothek St. Gallen durch eine virtuelle Bibliothek in einer Qualität zu erschliessen, die nicht nur für die praktische Arbeit mit Handschriften ausreicht, sondern auch detaillierte (z.B. kunsthistorische) Analysen von Miniaturen erlaubt. Metadaten zu den Handschriften (in erster Linie wissenschaftliche Handschriftenbeschreibungen) werden in einem Datenbanksys-tem verwaltet und durch verschiedene Zugriffsinstrumente mit den Digitalisaten verknüpft.
Das neue Projekt heisst Codices electronici Confoederationis Helveticae (CeCH) und soll die Digitalisierung der mittelalterlichen Handschriften in der Schweiz fördern und die Koordination der verschiedenen Projekte gewährleisten. Sowohl das alte als auch das neue Projekt werden auf der Homepage zusammengefasst. Zurzeit sind rund 150 digitalisierte Handschriften aus 10 verschiedenen Bibliotheken verfügbar. Die virtuelle Bibliothek wird laufend ausgebaut.
Memoriav
Der Verein Memoriav hat die Erhaltung und die Erschliessung des schweizerischen audiovisuellen Kulturgutes zur Aufgabe. Memoriav bildet und betreibt ein Netzwerk von Institutionen und Personen, die audiovisuelles Kulturgut erhalten, produzieren oder nutzen und gibt den Anstoss zu Projekten zur Erhaltung, Erschliessung und Vermittlung audiovisueller Kulturgüter. Mit Memobase betreibt Memoriav eine Datenbank, die den direkten Zugriff auf verschiedene audiovisuelle Sammlungen ermöglicht; insgesamt sind die Daten von über 150'000 audiovisuellen Dokumenten aus verschiedenen Memoriav-Projekten und einer Sammlung des Schweizerischen Bundesarchivs im Memobase abrufbar. Allerdings ist nur ein relativ geringer Teil des Materials (rund 5000 Photographien) online abrufbar.
Fotoarchiv Basler Mission
Seit 2002 sind rund 28000 Photographien aus der historischen Sammlung der Basler Mission kostenlos und in hochaufgelöster Bildqualität online zugänglich. Die Bildersammlung der Basler Mission umfasst insgesamt rund 50000 Bilder aus den Jahren 1860 bis 1950. Die Inventarisierung und Digitalisierung der Sammlung wurde durch die Christoph Merian Stiftung in Basel ermöglicht und zusammen mit dem Hyperwerk der Fachhochschule Nordwestschweiz realisiert.
Musée Historique de Lausanne
Das Musée Historique de Lausanne hat in einem gemeinsam mit den anderen städtischen Museen durchgeführtem Projekt u.a. rund 23000 Photographien digitalisiert und in hoher Auflösung ins Netz gestellt. Die im Auftrag des Museums entwickelte Software ist so aufgebaut, dass sie den aktuellen Archiv-Normen – etwa ISAD(G) – entspricht und bei Bedarf auch entsprechende Metadaten mitliefern kann.
Matrikeledition der Universität Zürich
Aus den Vorbereitungen zum Jubiläum „150 Jahre Universität Zürich“ ist 1978 u.a. ein Projekt des damaligen Staatsarchivars hervorgegangen, das seit 1993 unter der Schirmherrschaft des Rektorats steht. Die elektronische Matrikeledition weist alle seit 1833 immatrikulierten Studierenden nach und bietet nach Möglichkeit biographische Angaben zu diesen Personen. Zur Zeit sind rund 27000 Einträge von über 21000 Personen erfasst. Es sind Suchabfragen nach unterschiedlichen Kriterien möglich.
Neue Zürcher Zeitung
Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) hat 2005 ihr über 225 Jahre umfassendes Zeitungsarchiv digital aufbereiten lassen. Insgesamt wurden 2 Mio. Zeitungsseiten digitalisiert und im Volltext durchsuchbar gemacht. Die gesamte Datenmenge umfasst rund 70 Terabyte. Die Digitalisate sind zur Zeit nicht im WWW zugänglich.
Distarnet und Peviar
Distarnet und Peviar sind nicht Digitalisierungsprojekte im eigentlichen Sinn, sondern zwei Forschungsprojekte des imaging & media lab der Universität Basel, die eine Lö-sung zur Langzeitarchivierung digitaler Daten unter Berücksichtigung der speziellen Bedürfnisse von Archiven und Museen entwickeln. Beide Projekte werden vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt. Distarnet soll Daten in hoher Redundanz und Sicherheit speichern und die Überlieferung bei Datenverlust durch „Selbsterho-lung“ und die Einbeziehung verschiedenster Metadaten gewährleisten. Distarnet hat eine Laufzeit von 2004 bis 2007. Ziel des Projekts Peviar ist die Entwicklung einer digi-talen Speicherlösung zu Archivierungszwecken. Die Daten sollen über lange Zeit (d.h. mehr als hundert Jahre) erhalten werden. Als Speichermedium kommen sowohl her-kömmlicher Photofilm als auch hochauflösender Mikrofilm zum Einsatz. Die Daten werden durch einen zweidimensionalen Barcode dargestellt. Peviar startete 2006.