"Transfer"
Herzl 1895: «Bei der Landnahme bringen wir dem Aufnahmestaate gleich Wohlfahrt zu. Den Privatbesitz der angewiesenen Ländereien müssen wir sachte expropriiren. Die arme Bevölkerung trachten wir unbemerkt über die Grenze zu schaffen, indem wir ihr in den Durchzugsländern Arbeit verschaffen, aber in unserem eigenen Lande jederlei Arbeit verweigern. Dei besitzende Bevölkerung wird zu uns übergehen. Das Expropriationswerk muss ebenso wie die Fortschaffung der Armen, mit Zartheit und Behutsamkeit erfolgen. [ ] Die gutwillige Expropriation wird durch unsere geheimen Agenten gemacht. [ ] Wir verkaufen dann nur an Juden, und alle Liegenschaften bleiben nur im Commercium [Geschäftsverkehr] der Juden. [ ] Für die gutwillige Expropriation muss man sich einheimischer Subagenten bedienen, die nicht wissen dürfen, dass ihr Auftraggeber selbst ein geheimer Agent ist und den centralisirten Weisungen der Güterkauf-Commission gehört.» Bd. 2: Herzl, Theodor, Briefe und Tagebücher, Bd. 2: Zionistisches Tagebuch : 1895-1899 , 1983, S. 117-19.
Weizmann 1930: «We must continually raise the demand that our land be returned to our possession [ ] If there are other inhabitants there, they must be transferred to some other place. We must take over the land. We have a greater and nobler ideal than preserving several hundred thousands of Arab fellahin.» Chaim Weizmann an Journalisten, Doar Hayom, Jerusalem, 28.4.1930, zitiert in Masalha 1992, S. 37.
Moshe Glickson am Zionistenkongress 1937: «[ ] there are those who believe in the possibility of a wholesale and complete transfer [of Palestinians] during a very short time - and this is an illusion [ ] the evidence of population exchange4 between the Greeks and Turks does not apply [ ] From the beginning there wasn't any exchange or agreement, but victorious Turkey simply forcibly removed a large number of Greeks from Anatolia, and only after this had been carried out did the agreement come: a diktat agreement with vanquished Greece.» Protocols of the 20th Zionist Congress, 10.8.1937, S. 188, zitiert in Masalha 1992, S. 77.
Ben Gurion 1941: «Es gibt in Grossbritannien und den USA Leute, die als bestmögliche Lösung des 'arabischen Problems' einen Transfer der Araber Palästinas in den Irak und nach Syrien vorschlagen. [ ] Die Tatsache, dass zwangsweiser Bevölkerungsaustausch in grossem Massstabe möglich ist, wurde durch den Transfer der Griechen aus der Türkei nach dem letzten Krieg [1. Weltkrieg] unter Bewei gestellt, und dies betraf Millionen von Menschen, die tief in der Erde verwurzelt waren. Im gegenwärtigen Krieg [2. Weltkrieg] wird der Gedanke des Transfers der Bevölkerung als sicherster und praktikabelster Weg, das schwere und gefährliche Problem nationaler Minderheiten zu lösen immer populärer. [ ] Wir müssen andere, Briten oder Amerikaner, die den Transfer [der Palästinenser] befürworten, nicht entmutigen, aber wir dürfen die Sache nicht zu einem Teil unserer Planung machen. [ ] Es möge die Verpflichtung unseres zurückkehrenden Volkes sein, die moralischen Implikationen unserer Geschichte anzunehmen, in unserem inneren Leben ebenso wie in unserer Beziehung mit unseren Nachbarn &endash; eine Gesellschaft zu errichten, die auf der zentralen Botschaft des Judentums beruht: 'Liebe deinen Nächsten wie dich selbst'.» Ben Gurion, David, Outlines of Zionist Policy, CZAJ Z4-14632, zitiert nach Morris 2000, S. 54-47.