Das armenische und das jüdische Schicksal


Leicht überarbeiteter Auszug aus: Kieser, Hans-Lukas, Der verpasste Friede.Mission, Ethnie und Staat in den Ostprovinzen der Türkei 1839-1938, Zürich: Chronos, 2000, S. 504-508.

[…] Weil das Schicksal der Armenier im spätosmanischen Reich eines der international kontroversesten historiographischen Themen des 20. Jahrhunderts darstellt, das als kontrovers auch ins 21. Jahrhundert hinübergehen wird, sind an dieser Stelle noch einige Anmerkungen allgemeiner und komparativer Natur angebracht. Eine Vorbemerkung: Die armenische Frage - und mit ihr die übrigen Ostprovinzenfragen ausser der alevitischen - war ganz wesentlich eine europäische Frage, mithin ist sie ein Thema der europäischen Geschichte. Für europäische Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler stellt sich fast unwillkürlich die Frage des Vergleichs von armenischer und jüdischer Frage. Ich selbst bin immer wieder auf diesen Vergleich angesprochen worden. Die jüdische Frage repräsentiert ein etabliertes Forschungsfeld auch der europäischen Geschichte, die armenische Frage findet über die innearmenischen Kreise hinaus wenig Beachtung. Vor allem gilt dies für den Völkermord. Während der Holocaust dank des Sieges der Alliierten im Zweiten Weltkrieg und der von ihnen durchgesetzten globalen Ordnung auch auf politischer Ebene fast unangefochtene Anerkennung fand, war dies für den Genozid an den Armeniern wegen des Scheitern der alliierten Ordnung in Kleinasien nicht der Fall. Da die gesamte innertürkische wie auch internationale Turkologie mehr oder weniger auf funktionierende Beziehungen mit den autoritären Machthabern angewiesen war, um ins Land reisen zu können, Zugang zu Bibliotheken und Archiven zu erhalten oder Konferenzen zu organisieren, konnte sie sich nie in gebührender Weise der wissenschaftlichen Aufarbeitung des armenischen Schicksals annehmen. Die in dieser Frage sehr umtriebige türkische Diplomatie verhinderte nicht immer, aber sehr oft den Einbezug des Völkermordes an den Armeniern an internationalen Konferenzen über Holocaust und Genozide. Ähnliche Hindernisse gab es, wenn auch nicht in demselben Mass, in der wissenschaftlichen Bearbeitung der übrigen Minderheiten- und Ostprovinzenfragen. Insbesondere erlaubte der türkische Staat nie einen uneingeschränkten Zugang zu allen einschlägigen Archivmaterialien. In den seltenen Fällen, in denen sich westliche Turkologen mit den spätosmanischen Armeniern beschäftigten, suchten sie, ob aus Überzeugung oder politischem Opportunismus, die armenische und die jüdische Frage des 19. und 20. Jahrhunderts völlig zu trennen. In der Tat gibt es zahlreiche Unterschiede - aber auch bedeutsame Analogien. Diese muss eine Geschichte über religiöse Minderheiten und Völkermorde beachten.[1]
Die folgenden Anmerkungen sind als Denkanstösse, nicht als Thesen zu verstehen und konzentrieren sich auf mögliche Analogien:
Die spätosmanische Zeit begann 1839 mit der prinzipiellen Gleichberechtigung der Untertanen, die 1856 nochmals bekräftigt wurde. Sie zeitigte eine kulturelle armenische Renaissance, ähnlich wie bei den Juden nach ihrer Gleichstellung in Europa während des 19. Jahrhunderts. Die Tanzimat verbesserte indes die Stellung der zahlreichen von muslimischen Aghas abhängigen landlosen Armenier in den Ostprovinzen nicht, sondern setzte sie vermehrt der Unterdrückung durch Kurden, welche die Verlierer der Zentralisierung waren, aus. In jener Region herrschte weithin Armut. Diese Armenier in prekärer Lage suchte die nationale armenisch-revolutionäre Bewegung anzusprechen. Dem neuen Selbstbild des «Muskeljuden» (Max Nordau) entsprechend entwarf sie das Bild eines Armeniers, der nach Jahrhunderten der Unterdrückung oder politischer Zweitklassigkeit endlich aufrecht gehen wollte. Armeniern wie Juden stellten sich die Optionen von Integration, Emigration oder Nationalbewegung mit dem utopischen Ziel einer selbstbestimmten nationalen Heimstätte. Der säkulare, vom kirchlichen Antijudaismus unterscheidbare Antisemitismus war ein Phänomen, das im Fin de siècle zutage trat. Oft pflegten ihn genau jene europäischen Intellektuellenkreise, die auch einen rassistischen Blick auf die Armenier warfen, die sie die Juden des Orients nannten und als geldgierig, illoyal, unpatriotisch oder verschlagen disqualifizierten.[2] Zwar geschah die innerosmanische antiarmenische Mobilisierung unter Abdulhamid, die zu den schrecklichen Pogromen von 1895/96 führte, vorwiegend unter religiösen Vorzeichen. Das verstärkte indes nur die Effizienz jenes durch Palastemissäre geförderten Antiarmenismus, den vor Ort vor allem der soziale Neid auf den edukativen und materiellen Aufstieg, der Reflex gegen die Gleichstellung und die traditionelle Verachtung des gavur - des vermeintlich minderwertigen Andersgläubigen - nährten. Das sind Faktoren, die vermutlich in vergleichbarer Weise die Judenpogrome bestimmten. Ein für die armenische Frage spezifischer Faktor indes war die übersteigerte Furcht der Machthaber, dass aus der kleinen, aber militanten armenisch-revolutionären Bewegung eine breite armenische Autonomiebewegung erwachsen würde, welche die Unterstützung der Grossmächte fände. Die Absenz jeglicher Sanktionierung der Massenmorde von 1895/96 zugleich mit dem Verzicht auf die Ostprovinzenreformen schuf einen gefährlichen Präzedenzfall für das zukünftige Verhalten des türkischen Staat und jener Kreise, auf die er sich in den Ostprovinzen abstützte.
Die liberale Phase der Tanzimat hatte dem Armeniertum in den Städten und Kleinstädten in der Tat zu einer Renaissance verholfen und zu einem Schulwesen, das die nationalen Werte kultivierte. Bildung schärfte auch das Bewusstsein für Missstände und förderte die Kritikfähigkeit. Grundsätzlich Illoyal gegenüber dem osmanischen Staat wurden deswegen die wenigsten Armenier - wie auch nur ein kleiner Bruchteil der Juden sozialrevolutionären Vereinigungen beitrat. Die internationale Agilität und Verflechtung, bei beiden Völkern durch eine weltweite Diaspora gefördert, machte indes Juden wie Armenier in den Augen nationalistischer Kreise zusätzlich suspekt.
Die liberale Idee erlebte im Osmanischen Reich mit der Wiedereinsetzung der Verfassung 1908 eine kurze Neuauflage. Bekämpft wurde sie von «reaktionären» religiösen Kreisen, von der besitzenden Klasse der Aghas und von «progressiven» Nationalisten, die einen starken unitarischen Staat und die volle Souveränität nach aussen erstrebten. Der türkische Nationalismus breitete sich nach 1908 bis in die Provinzstädte hinein rasch aus und war gut organisiert. Gelenkt wurde er von den Unionisten, die 1913 ein diktatorisches Einparteinregime errichteten und bereit waren, ihre Ziele mittels Krieg zu befördern. Zu ihren Zielen gehörte wesentlich der Bruch der eingegangenen internationalen Reformverpflichtung bezüglich der Ostprovinzen, eine Verpflichtung, welche die Armenier, in deren Interesse sie 1913 erneut angestrengt worden war, den Reformgegnern verhasst machte. Sie begannen, obwohl sie noch im Wahlbündnis mit der armenischen Daschnak standen, die Armenier als Gegner in einem projizierten sozialdarwinistischen Rassenkampf zu betrachten und wendeten ein biologistisches und rassistisches Vokabular auf sie an. In der öffentlichen antiarmenischen Propaganda namentlich unter den Kurden arbeitete das Kriegsregime indes stark mit dem religiösen Gegensatz zwischen dem staatsloyalen Muslim und dem illoyalen christlichen gavur. Wie dem Mord an den Juden, ging demjenigen an den Armeniern eine intensive Verfemungskampagne voraus - ein Prozess, der im Falle der Armenier konzentriert in den Anfangsmonaten des Weltkriegs ablief, aber auf die antiarmenische Mobilisierung unter Abdulhamid zurückgreifen konnte.
Beim unionistischen Kriegsregime spielte wie bei den Nationalsozialisten der Wunsch nach einer säkularen Neuauflage verlorener imperialer Grösse eine Rolle: Das einstige osmanisch-islamische sollte ein pantürkisches, das einstige Heilige römische Reich deutscher Nation sollte ein pangermanisches Reich werden. Die übersteigerte Machtidee, deren Realisierung im Januar 1915 beziehungsweise im Herbst 1941 scheiterte, führte in beiden Fällen zu völkermörderischer Gewaltanwendung im Innern, was Hans Mommsen eine «psychologische Kompensation» genannt hat.[3] Genozid erfolgte in Kleinasien und Europa nach dem Scheitern einer illusorischen «modernen» Wiederauflage jenes Reichskonzeptes, das in der Vergangenheit über Jahrhunderte den Grossraum politisch geeint hatte.
Der eigentliche Völkermord begann in beiden Fällen nach einer missglückten Offensive gegen die Russen, und zwar mit der Liquidation von mutmasslichen armenischen beziehungsweise jüdischen Partisanen im russischen Dienst. Die Präsenz von Kaukasusarmeniern respektive von jüdischen Politkommissaren in der russischen Armee legte den Trugschluss der kollektiven fünften Kolonne nahe. In beiden Fällen hatte die vorgängige Propaganda dafür gesorgt, nahtlos den Schritt zur «Endlösung» zu tun. Die ganze Gruppe - die Juden in Europa, die Armenier in Kleinasien - wurde pauschal als illoyale und staatsgefährliche Schädlinge im Bund mit dem feindlichen Ausland zur Ausrottung verurteilt. Die biologistisch abwertende Sprache über das Verfolgungsopfer findet sich in der Tat bereits bei den Unionisten, die mehrere Ärzte als massgebliche Akteure unter sich zählten. So nannte Dr. Mehmed Reschid, ein Gründungsmitglied von Union et Progrès und 1915 Vali von Diyarbakir, die Armenier «gefährliche Mikroben im Schoss des Vaterlands», um dann zu fragen: «Ist es nicht die Pflicht eines Doktors diese Mikroben zu zerstören?»[4] Eine Vefolgung und Ausrottung der Armenier über das beanspruchte «Vaterland» hinaus beabsichtigten die Unionisten allerdings nicht.
Anders als der Holocaust von 1942 bis 1945, fand der Völkermord von 1915/16 im ureigenen armenischen Siedlungsgebiet statt, welches indes bereits vier Jahrunderte osmanischer Oberherrschaft unterstand.
In beiden Fällen waren aus den einstigen Schutzbefohlenen des religiös begründeten Ancien Régime nach einer liberalen Zwischenphase auszustossende und auszurottende Elemente geworden. In beiden Fällen setzte ein extrem nationalistisches Regime auf pauschal verteufelnde Weise seine innere Minderheit mit fremder bedrohlicher Weltmacht gleich: Die Armenier wurden mit dem angelsächsisch-imperialistischen Protestantismus und dem russischen Erzfeind identifiziert, die Juden mit dem Bolschewismus und der kapitalistischen angelsächsischen Welt.[5] In beiden Fällen war der Völkermord Teil einer gigantischen «völkischen Flurbereinigungspolitik» (Heinrich Himmler), die auch andere Völker betraf. Auch die administrativen Sprachen glichen einander: Umsiedlung hiess der ominöse Vorgang, der im Falle der Juden und Armenier ins Nichts führte, obzwar in beiden Fällen vorgängig auch improvisierte reale Umsiedlungsziele bestanden. In beiden Fällen spielte eine ähnliche Institution, die Umsiedlungs- und Ansiedlungszentrale beziehungsweise das Asayir ve Muhacirîn Müdüriyet-i Umumiyesi, das Zentraldirektorium für Stämme und Migranten, eine wichtige Rolle. Die wirtschaftliche Umverteilung - die räuberische «Nationalisierung» armenischen beziehungsweise jüdischen Gutes - war eine wichtige Komponente beider Genozide. Wie viele westliche Beobachter während des Ersten Weltkrieges feststellten, widersprach die Vernichtungspolitik indes jeglicher bisherigen rationalen wirtschaftspolitischen Logik. Sie warf Kleinasien auf Jahrzehnte hinaus unternehmerisch zurück, denn die einheimischen Christen spielten in Handel und Industrie eine Vorreiterrolle.
Die Armenier waren im Gegensatz zu den Zionisten die Verlierer des europäischen Imperialismus im Nahen Osten: Anstatt in ihrem Siedlungsgebiet eine sichere Heimstätte zu erlangen, wurden sie dort vollständig ausgerottet. Immerhin bewahrte sie die Sowjetarmee 1920 vor weiterer türkischer Verfolgung in ihrer kaukasischen Restheimat. Der Preis dafür war der Verlust der Unabhängigkeit der kaum zweijährigen Republik Armenien. Das europäische Versprechen einer armenischen Heimstätte im angestammten Siedlungsgebiet wurde 1923 in Lausanne vor aller Welt gebrochen. Dies war auch ein Zeichen für die tiefe Krise von Europa selbst.
Da es bisher noch keine wissenschaftliche Aufarbeitung der Rezeption des armenischen Völkermordes im Deutschland der Zwischenkriegszeit gibt, ist seine Vorbildfunktion für die Nationalsozialisten schwierig abzuschätzen. Das Wissen um den vom einstigen Weltkriegsverbündeten verübten Völkermord war jedenfalls in Staats- und Militärkreisen in aller Breite vorhanden. Ihre Archive bargen die präzisesten, von deutschen Zivilbeamten, Offizieren und Missionaren verfassten Berichte darüber. Zahlreiche Texte belegen, dass die genozidäre unionistische Gewalt, die einer positivistischen Staatsräson zu folgen schien, die rechtsgerichteten Kreise im damaligen Deutschland faszinierte. Allein eine Rezeptionsgeschichte folgender, von Johannes Lepsius überlieferter Sätze Enver Paschas wäre in diesem Zusammenhang aufschlussreich: «Wir können mit unseren inneren Feinden fertig werden. Sie in Deutschland können das nicht. Darin sind wir stärker als Sie.»[6] Es war den rassistisch orientierten Nationalisten klar, dass der Völkermord und die Massnahmen, in die er eingebettet gewesen war, die ethnisch-demographische Grundlage für den Nationalstaat Türkei geschaffen hatten. An ihm bewunderten sie die konsequente ethnische Homogenisierung und die autoritäre Führungsstruktur. Neidisch blickte die deutsche Rechte zudem auf die erfolgreiche Revision des entsprechenden Pariser Vorortsvertrages durch den ehemaligen Weltkriegsverbündeten. Darin war er ihr Vorbild. Die strikte territoriale Beschränkung, die Mustafa Kemal der Aussenpolitik der Republik Türkei auferlegte, nahmen die Nationalsozialisten allerdings nicht zu Herzen.
Dan Diner, ein Spezialist der nahöstlichen und mitteleuropäischen Geschichte, hat kürzlich eine universalhistorische Deutung des 20. Jahrhunderts unternommen: Sieben Seiten in seinem Buch Das Jahrhundert verstehen handeln vom Genozid an den Armeniern; darauf folgt fast nahtlos die Darstellung der Vernichtung der europäischen Juden. Seine Überleitung untermauert die enge Verknüpftheit von europäischer und spätosmanischer Geschichte. In beiden geschichtlichen Räumen führten die Theorien der Volkssouveränität und der Selbstbestimmung zu unabsehbaren Konsequenzen, da sie nicht im angelsächsischen Sinn auf die Bevölkerung, sondern auf eine religiös oder ethnisch definierte Gruppe angewandt wurden. «Die Abspaltung der rumelischen [Balkan-] Christen [...], die gegenseitigen Vertreibungen von Muslimen und Orthodoxen [...] sowie der Genozid am armenischen Volk waren jeweils Ausdruck einer Entwicklung: der Ausbildung von ethnisch homogenen Nationalstaaten [...]. Bei den Staaten Mittel- und Osteuropas traten die für Balkan und Levante konstitutiven Momente religiöser Zugehörigkeit hinter denen der Nationalität zurück, aber sie waren gleichermassen mit Problemen belastet, die dem Widerspruch zwischen der Realität ethnischer Heterogenität und dem Anspruch auf nationale Homogenität entsprangen. [...] Während sich die polnische Regierung eines, wie sie meinte, überschüssigen Teils der jüdischen Bevölkerung mittels Auswanderung [...] zu entledigen suchte, legten es die antijüdischen Massnahmen der Nazis offenkundig darauf an, alle Juden ausser Landes zu treiben. [...] Die Ausrottung selbst begann 1941 parallel zu jener spezifisch antibolschewistischen Kriegsführung, wie sie dem ‚Unternehmen Barbarossa‘ [Russlandfeldzug] von Anfang an eingeschrieben war. [...] Die Erschiessungen männlicher Juden [gemäss ‚Kommissarbefehl‘] wurden bald zu Liquidierungs- und Vernichtungsaktionen auf alle Juden ausgedehnt. [...] Unmerklich war im August und September 1941 die Schwelle vom antibolschewistischen Weltanschauungskrieg zum Genozid an den Juden überschritten worden.»[7]


[1] Die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus jedenfalls identifizierten sich mit den armenischen Opfern ein Vierteljahrhundert zuvor: Eine der Hauptlektüren in den Ghettos war Die vierzig Tage des Musa Dagh, ein 1933 vom jüdischen Autoren Franz Werfel publizierter deutscher Roman über die Tragödie der Armenier im Ersten Weltkrieg (vgl. Auron, Yair, «The Forty Days of Musa Dagh», in: R. Hovanissian (Hg.), Remembrance and Denial. The Case of the Armenian Genocide, S. 147-63, Detroit, 1998). Zu den bisher wichtigsten komparativen Arbeiten über den Holocaust und den Völkermord an den Armeniern gehören Dadrian, Vahakn N., «The Convergent Aspects of the Armenian and Jewish Cases of Genocide. A Reinterpretation of the Concept of Holocaust», in; Holocaust and Genocide Studies, Bd. 3, Nr. 2, 1988, und Melson, Robert, Revolution and Genocide. On the Origins of the Armenian Genocide and the Holocaust, Chicago und London: The University of Chicago Press, 1992. Hinweise zur Rezeption des Völkermordes im Deutschland der Zwischenkriegszeit finden sich in Dinkel, Christoph, «German Officers and the Armenian Genocide», in: The Armenian Review, Bd. 44, S. 77-130, Boston, 1991.
[2] Vgl. dazu Kieser, Hans-Lukas (Hg.), Die armenische Frage und die Schweiz (1896-1923) / La question arménienne et la Suisse (1896-1923), Zürich: Chronos, 1999, S. 146-9.
[3] Mommsen, Hans, «Der Weg zur Vernichtung der europäischen Juden», in: M. Dabag und K. Platt, Genozid und Moderne. Strukturen kollektiver Gewalt im 20. Jahrhundert, Bd. 1, S. 241-53, Opladen: Leske + Budrich, 1998, S. 248.
[4] Aus einem Gespräch mit Midhat fiükrü, Generalsekretär von Union et Progrès, in: Resimli Tarih, 5. 7. 1953, zitiert nach Dadrian, Vahakn N., «The Role of Turkish Physicians in the World War I Genocide of Ottoman Armenians», in: Holocaust and Genocide Studies, Bd. 1, Nr. 2, S. 169-92, 1986, S. 174.
[5] «Die Verknüpfung von Antibolschewismus und Judenmord im Osten ist offensichtlich» (Diner, Dan, Das Jahrhundert verstehen. Eine universalhistorische Deutung, München: Luchterhand, 1999, S. 218).
[6] Aus dem Vorwort von Johannes Lepsius 1919 zur zweiten Auflage seines erstmals 1916 erschienen, mehrfach aufgelegten Buches Der Todesgang des Armenischen Volkes. Bericht über das Schicksal des Armenischen Volkes in der Türkei während des Weltkrieges.
[7] Diner, 20. Jahrhundert, S. 207, 209, 212, 219 und 220; vgl. auch S. 60 f.

 

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