Michael Hagner erhält den Sigmund-Freud-Preis

Michael Hagner, Wissenschaftshistoriker an der ETH Zürich, erhält den diesjährigen «Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa». Dieser Preis wird von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt seit 1964 zur «zur Förderung einer Gattung (gelehrte Prosa) verliehen, die der Akademie im Vergleich zu anderen europäischen Literaturen, bei den Schaffenden wie bei den Aufnehmenden, nicht gebührend geschätzt und daher auch nicht genügend entwickelt erscheint.»

Vor Hagner haben andere renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen Preis erhalten, so etwa Emil Staiger, Hannah Arendt, Karl Barth, Ernst Bloch, Jürgen Habermas oder Reinhart Koselleck. Hagner, der Medizin studiert und sich 1994 am Göttinger Institut für Geschchte der Medizin habilitiert hat, hat seit 2003 die Professur für Wissenschaftsforschung der ETH inne. Er wurde weit über die Kreise der Wissenschaftsgeschichte hinaus mit seinen Büchern über die Geschichte der Hirnforschung bekannt.

Heute Mittag war Michael Hagner Gast im Tagesgespräch von DRS1: Ein interessantes Gespräch über die Funktion von wissenschaftlichen Texten, über den Prozess des Schreibens und über das Selbstverständnis einer modernen Wissenschaftsgeschichte. Die Sendung gibt es auch als Podcast zum Nachhören.

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