Web 3.0 erklären? Kein Problem…

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Keine Satire, aber dennoch amüsant: Die Geschichte von wackeren Informatiker, der seit Jahren in der Mediendidaktik-Szene als braver Wiki gegen starke Vorurteile ankämpft, und sich nun an eine einschlägige Tagung zur Didaktik Neuer Medien anmeldet, weil dort ein interessantes Referat zu Web 3.0 angekündigt ist. Untertitel „Was erwartet uns da?“; Referent: angefragt. Nun, macht ja nix, wird ja allemal interessant sein, denkt sich der nichts ahnende Informatiker/Mediendidaktiker (dem Autor dieser Zeilen übrigens persönlich bekannt), meldet sich an, geht frohgemut an die Tagung, nur um in den Tagungsunterlagen neben dem mit Spannung erwarteten Referat – seinen Namen zu entdecken. Was für einige eher nach Albtraum (oder doch Wunschtraum??) klingt, ist für Beat Döbeli Realität – an der achten Ausgabe von „Unterrichten mit Neuen Medien“ an der PH Zürich. Die Pointe: BD schüttelt (WLAN und Biblionetz sei dank) einen Vortrag aus dem Ärmel, der sich sehen lassen kann. Wozu sich eigentlich überhaupt noch vorbereiten für Vorträge? Warum überhaupt noch Referenten anfragen (vor der Tagung, meine ich)? Oder funktioniert das nur bei Beat? Muss man vielleicht einfach immer Beat Döbeli zu den Tagungen einladen und ihn dann beim Einschreiben bitten, am Nachmittag bitte einen Vortrag zu halten? Aber es stimmt mich schon ein wenig nachdenklich, dass eine Person, die sich explizit selber bezüglich den Wissensstand über die Bedeutung von Web 3.0 für die Schule orientieren wollte, am Schluss diesen Wissensstand offenbar am kompetentesten wiederzugeben vermag.

Ein Gedanke zu „Web 3.0 erklären? Kein Problem…“

  1. Ja, die Geschichte ist witzig und cool, und sie sagt natürlich einiges über Beat Döbeli und seine hochinteressante, wachsende, weböffentliche Informationssammlung aus (hatte leider noch keine Gelegenheit, ihn in real life zu erleben) – aber sie sagt auch etwas über das Thema aus! Es scheint auch bei denen, die sich ein paar Gedanken über das Semantic Web, das Zusammengehen von sozialen Webanwendungen mit dem Semantic Web etc. gemacht haben, die Erwartung zu geben, daß immer noch etwas ganz Neues um die Ecke kommen könnte – irgendeine weitere Entwicklung oder eine Synthese, die auf alles, was man bisher kannte, ein ganz neues Licht wirft. Finde ich schon interessant. Hängt das vielleicht damit zusammen, daß man sich schon daran gewöhnt hat, von der Geschichte des Webs überrumpelt zu werden? (Eine Frage an die digitalen Historiker!)

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