PDF und Web 2.0

Mit dem bisherigen PDF-Format konnten wir Historiker gut leben: Wurde zum Beispiel eine Quelle, die irgendwo online im PDF-Format vorlag, zitiert, konnten wir davon ausgehen, dass dieses Dokument einigermassen „stabil“ war, das heisst, dass sie zitierbar und für historische Arbeiten verwendbar war. Mag sein, dass schon dies eine naive Illusion war, aber nun wird alles noch komplizierter. Vor wenigen Wochen hat Adobe die neue Version 8.0 von Acrobat vorgestellt und nun wird alles anders. Interaktiv. Dynamisch. Lebendig. Eben genau so, wie das Web 2.0 ist. Was bedeutet dies? Müssen wir unsere Archive umstellen? Statt PDF auf TIFF-Dateien umsteigen oder wieder zur Sicherheit alles in Papierform ablegen? Nein. Aber die Sache mit den PDF-Dateien wird komplexer. Schon heute ist es so, dass für die Langzeitarchivierung nicht das gewöhnliche PDF, sondern PDF/A verwendet wird. Das „normale“ PDF war aber für den „Normalgebrauch“ ausreichend. Das könnte sich ändern. Vielleicht schon in naher Zukunft wird es nicht mehr zulässig sein, zu archivierendes Material als „normale“ PDF-Datei abzulegen, ebensowenig wie es zulässig sein wird, PDF-Dateien aus dem Netz ohne Zeitstempel zu zitieren. Wir werden es sehen. Und vielleicht ist es ja auch so, dass sich etwas ganz anderes, etwas neues etablieren wird in diesem Bereich (via Technology Review).

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