Amazons Bücherverbrennung und Buch 2.0

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Die von Amazon durchgeführte Löschaktion hat für einigen Wirbel im Netz gesorgt. In der Tat lässt sich ausgehend von diesem Vorfall weiterphantasieren, was noch so alles auf uns zukommen könnte. Das Buchhandels-Fachblatt boersenblatt zum Beispiel hat darüber nachgedacht, was wäre, «wenn im Falle einer Einstweiligen Verfügung ein Verlag beanstandete Passagen auf den E-Book-Versionen seiner Kunden löschen würde?» Gute Frage.

Oder stellen wir uns folgende – rechtlich etwas weniger brisante – Situation vor: Der Autor eines Fachbuches entdeckt einige Fehler in seinem Buch und schiebt, automatisch und vom Kindle-Besitzer unbemerkt, Korrekturen nach.

Oder eine neue Auflage steht an. Wird dann die alte Überschrieben und die neue zu einem Vorzugspreis verkauft?

Oder Rezensionen: Vielleicht kommt ein e-Book-Händler auf die Idee, für einen kleinen Aufpreis gleich ein paar ausgewählte (und natürlich nur positive) Rezensionen mitzuliefern.

Oder Interpretationen: Wieso nicht die klassischen Schullektüren gegen Aufpreis mit Interpretationen und Kommentaren zu verkaufen?

Übrigens: Mehr zum Thema gibts dann im nächsten Semester am Historischen Seminar in meinem Kurs «Das Buch im Datenmeer. Wie Google & Co. das Medium Buch verändern» – leider schon ausgebucht, über Berichte im Netz und eine öffentliche Schlussveranstaltung wird noch nachgedacht …

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