«Closing Access» statt «Open Access»

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«Open Access» ist ja eine feine Sache und scheint mittlerweile auch in wissenschaftspolitischen Kreisen auf etwelche Sympathien zu stossen. Doch die Realität zeigt, dass es sehr wohl auch gegenläufige Tendenzen gibt und dass insbesondere hochwertige Ressourcen zur Zeit eher wieder vom Netz verschwinden respektive kostenpflichtig werden, während «Open Access» vermehrt den Output-Bereich (Qualifikationsarbeiten, Konferenzpapiere etc.) betrifft.

Das ist keine gute Entwicklung. Denn wenn das Ausgangsmaterial – zum Beispiel Fachbibliographien – noch schwieriger zugänglich wird, als es ohnehin schon ist, bedeutet dies einen Rückschritt für die Forschung. Da nützt es auch nichts, wenn das Netz mit irgendwelchen Diplomarbeiten und Dissertationen fragwürdiger Qualität geschwemmt wird.

Das jüngste Beispiel ist die Royal Historical Society Bibliography, die bisher frei im Netz zugänglich war und ab 2010 nur noch für zahlende Kunden über den Host Brepols erreichbar sein wird.

(via VLib-AAC)

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