Copy/Paste und Knete machen

Ein Artikel bei CNet macht mich auf einen Aspekt des Copy/Paste-Unwesens aufmerksam, das ich bislang nicht wahrgenommen habe (neben der akademischen? Copy/Paste-Debatte, die hier verschiedentlich schon behandelt wurde). So genannte „Scraper Sites“ verdienen Geld damit, dass sie vollautomatisiert Blog-Einträge kopieren, auf der eigenen Website unverändert publizieren und dazu passende Google-Werbung einblenden lassen.? So klar wie empörend. Doch wie komplex die Frage des Urheberrechts in der digitalen Medienwelt geworden ist, wird im Artikel deutlich gemacht. Ein ehemaliger „Scraper“ meint lapidar, dies Tun sei unter der „Fair Use“-Regel (welche die freie Nutzung urheberrechtlich geschützten Materials zu privaten Zwecken gestattet) erlaubt. Ein Urheberrechtsspezialist meint: Nur, wenn es sich nicht um kommerzielle Nutzungen handelt. Und schliesslich stellen sich viele Folgefragen: Ist die Syndikation von Inhalten (Das Zusammenstellen von Inhalten aus verschiedenen Quellen) urheberrechtlich zweifelsfrei? Reicht ein Verweis auf das Original aus, um sich nicht des Plagiarismus schuldig zu machen? Soll man sich überhaupt darum kümmern?

5 Gedanken zu „Copy/Paste und Knete machen“

  1. Ich find das ein interessantes Phänomen. Vor allem interessiert mich, ob es jemand schafft, mit zusammengeklauten geschichtswissenschaftlichen Seiten Geld zu verdienen. Denn das würde bedeuten, dass auch wir, die Autoren, mit diesen Texten Geld verdienen könnten und also irgend etwas falsch machen. Wieso also nicht die eigenen Texte nochmals in eine Kommerz-Version spiegeln und dort mit Werbung vollpflastern? Wenn das Geld bringt …. Oder habe ich etwas nicht ganz verstanden?

  2. @ Peter: Du hast recht. Wenn wir wirklich mit dem Problem konfrontiert werden sollten, dass andere mit unseren Texten Geld verdienen – haben wir sträflich etwas verpasst. Vielleicht sollten wir uns mal drum kümmern; wer weiss, möglicherweise liesse sich wirklich was damit verdienen? Andererseits: was wollen wir mit Geld…?
    😉

  3. Was wir mit Geld wollen? Vielleicht die vielen Arbeitsstunden, die wir in Projekte wie hist.net stecken, wenigstens symbolisch bezahlt kriegen? Ich kann ja nochmals darüber nachdenken, vielleicht kommen mir (oder unseren Lesern) noch weitere Ideen zum Thema Geld und Geist …?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.