GMW 07: Medidaprix-Finalisten

medidaprix

Der Medida-Prix ist ein prominent dotierter Preis (100000 €), der alljährlich an der GMW-Tagung vergeben wird. Aus diesem Grund erhalten jene zehn Projekte, die von der Jury als beste beurteilt werden, die Gelegenheit, sich dem Tagungspublikum vorzustellen. In diesem der Online-Didaktik gewidmeten Umfeld sind Projekte aus dem Fach Geschichte weniger selten, als man annehmen möchte. So gewannen 2004 die Wiener Kollegen von past.perfect einen Drittel des Preise (und den Publikumspreis), 2002 gewannen die Zürcher Kollegen von ad fontes die Hälfte des Preises (der Preis wird seit Jahren auf zwei bis drei Projekte verteilt). Ein interessantes Projekt aus dem Grenzbereich ist das letztjährige Gewinnerprojekt elibrary aus Österreich.

Dieses Jahr ist kein Projekt dabei, das dem Fach Geschichte zugeordnet werden könnte; erwähnenswert ist das Projekt delta drei, an dem auch Kollege Krameritsch beteiligt ist. Hierbei geht es um die didaktische Nutzbarmachung von fachlicher Differenz; ein Projekt, das schon deshalb interessant erscheint, weil sehr unterschiedliche Partner daran beteiligt sind: Akademie der bildenden Künste Wien, Universität für Bodenkunde, Technische Universität Wien.

Der Medidaprix unterscheidet zwei Kategorien von Projekten: Best-Practice-Projekte, die besonders innovative Lösungen für den Einsatz digitaler Medien in der Hochschullehre zeigen, und strategische Projekte, die vielversprechende (oder erfolgreiche) Wege zeigen, E-Learning in den Bildungsinstitutionen zu fördern und zu verankern.

Umso erstaunter sind die Teilnehmer/innen, als an der Preisverleihung am Donnerstag Abend, wider alle Gewohnheit, nur ein Projekt ausgezeichnet wird – und erst noch eines, über dessen Qualität sich nicht alle einig sind. Es gewinnt das eLearning-Implementations-Projekt megaDigitale von der Uni Frankfurt. Auf mich den besten Eindruck hinterliessen die Projekte ELOISE! on the MOVE (spannendes Anwendung) und Psychopathology Taught Online (PTO) (guter Vortrag), das den Publikumspreis erhielt (aber kein Geld…)

Anschliessend werden noch (nicht weiter detaillierte) Mitteilungen gemacht, dass sich der Preis in Zukunft verändern wird. Er soll stärker publikumsorientiert ausgerichtet werden und neue Zielsetzungen verfolgen, stärker im Bereich Open Content und Open Archives verortet werden. Ausserdem wird das Schweizer Staatssekretariat für Bildung und Forschung in Zukunft sich nicht mehr am Medidaprix beteiligen.

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