The Programming Historian

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Wieviel technische Kenntnisse braucht der moderne Historiker, die moderen Historikerin? Welche Kenntnisse müssen wir uns in Zukunft aneignen im Umgang mit technischen und insbesondere digitalen Hilfsmitteln? Vor zehn Jahren war es selbstverständlich, dass Geschichtsstudierende in der Lage sind, ihre Magisterarbeit eigenhändig am Computer zu verfassen. Heute sollte es zum Standard gehören, dass angehende Historikerinnen und Historiker im Netz recherchieren und eine Website aktualisieren können. Und morgen? Werden wir dann selber programmieren können müssen? Tools für semantische Textanalysen bedienen? Bilder analysieren und bearbeiten? Komplexe Datenbanken erstellen?

Diese Fragen gingen mir durch den Kopf, als ich William J. Turkels Bericht über sein geplantes Buch „The Programming Historian“ las. Das Buch soll als Open Access Work entstehen und die Details wollen Turkel und sein Co-Autor Alan MacEachern demächst bekannt geben.

In der Ankündigung nennt Turkle vier Punkte, in denen sich ihr Projekt von ähnlichen unterscheiden soll:

  • „We think that you should be able to put what you learn to work in your research practice immediately. Many beginning programmers lose patience because they can’t see why they’re learning what they’re learning.
  • Digital history requires working with sources on the web. This means that you’re going to be spending most of your research time working in a browser, so you should be able to use your programming skills in the browser.
  • Our examples will build on real historical sources online and on open source projects in the digital humanities. In particular, the programs that you create will be tightly integrated with Zotero.
  • We’ll draw on a wide range of techniques from information retrieval; text, data and web mining; statistical natural language processing; machine learning; and other disciplines.“

Wir sind gespannt auf das Projekt und verweisen natürlich gerne auf unser eigenes Buchprojekt, das in eine ähnliche, wenn auch nicht gleiche Richtung zielt: Digitale Arbeitstechniken. Ein Ratgeber für die Geisteswissenschaften im 21. Jahrhundert. Details werden auch wir in Kürze bekannt geben.

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