Historische Fachkommunikation 2.0

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Alle Jahre wieder trifft sich die Redaktion von H-Soz-u-Kult in Berlin zur grossen Redaktionskonferenz. Anfangs dieser Woche war es wieder so weit und während im letzten Jahr das Thema «Qualitätssicherung» im Mittelpunkt stand, drehten sich die Diskussionen heuer – neben dem Dauerthema Mittelknappheit – um die Zukunft der Historischen Fachkommunikation.

Ist das Medium E-Mail noch zeitgemäss oder müssen wir H-Soz-u-Kult langsam aber sicher einem Modernisierungsprozess unterziehen und den Realitäten von Web 2.0 anpassen? Interaktive Möglichkeiten einbauen und einen medialen Pluralismus mit Weblogs und Wiki-Systemen etc. zulassen?

Verlieren wir, wenn wir das tun, an Glaubwürdigkeit oder verlieren wir, wenn wir das nicht tun, vielmehr den Anschluss an die junge Generation von Historikerinnen und Historikern? Die Diskussionen waren spannend und ich hatte den Eindruck, dass am Schluss der Debatte die Einsicht vorherrschte, dass zumindest in einem kontrollieren Rahmen gewisse Experimente nicht mehr ausgeschlossen zu sein scheinen. Wie sagen doch die Berner so schön: «Gäng söfu!»

Ach, und fast hätten wir es ja vergessen: H-Net, die Dachorganisation von H-Soz-u-Kult mit Sitz an der Michigan State University, ging vor genau 15 Jahren (und unterdessen ein paar Tagen …) erstmals ans Netz (eigentlich wäre das zumindest ein symbolisches Traktandum gewesen an der Redaktionskonferenz).

Auf der Homepage von H-Net findet sich leider kein Hinweis auf das Jubiläum (überhaupt macht die Seite einen ziemlich desolaten Eindruck!), auf der internen Redaktorenliste ging aber – pünktlich am 25. Februar – eine Nachricht von Wendy Plotkin über den Ticker, aus der zu zitieren ich mir erlaube:

H-Net went on-line for the first time fifteen years ago today, on February 25, 1993. That was the day that H-Urban, the first H-Net list, sent out its first message — the program of the Society for American City and Regional Planning History — which I typed out by hand.

Wir gratulieren H-Net zu diesem reifen Alter und wünschen der Holding wie auch H-Soz-u-Kult viel Schwung und frischen Wind für die nächsten Jahre!

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