Generationswechsel beim AHC Schweiz

Der Verein Geschichte und Informatik (AHC Schweiz) hat gestern einen kompletten Neustart beschlossen. Nachdem die bisherigen Vorstandsmitglieder angekündigt hatten, sich aus der Vereinarbeit zurückziehen zu wollen, formierte sich um den Zürcher Historiker und Informatiker Patrick Kammerer eine Gruppe von neuen, vorwiegend jungen Aktivisten/innen.

Erfreulicherweise sind nun mehrere Universitäten der Schweiz im Vorstand vertreten, neben Zürich insbesondere auch Bern, Basel und die EPFL in Lausanne. An der gestrigen ausserordentlichen Generalversammlung des Vereins waren auch die massgebenden Institutionen der Akademie, namentlich das Historische Lexikon der Schweiz und DODIS mit ihren leitenden Funktionären anwesend.

Thematisch dürfte sich der Schwerpunkt der AHC-Aktivitäten in Zukunft wieder vermehrt auf das «Kerngeschäft» des AHC, nämlich die Schnittstelle von Informatik und Geschichte, verlagern. Der eher kultur- und medienwissenschftliche Schwerpunkt, der in den letzten Jahren sich beim AHC herausgebildet hatte, dürfte vermutlich wieder in den Hintergrund treten.

Dies macht insofern auch Sinn, dass gerade die Diskussion um den Einbezug von Informatik-Kenntnissen in die geisteswissenschaftlichen Curricula zur Zeit sehr aktuell ist. Auch bei den Diskussionen um Web 3.0 und Web 4.0, das langsam auch die Geisteswissenschaften zu erreichen scheint, ist wieder vermehrt Informatik-Wissen gefragt.

Wir wünschen Patrick Kammerer und seinen Vorstandsmitgliedern viel Erfolg mit dem «neuen» AHC Schweiz und freuen uns auf eine hoffentlich weiterhin erspriessliche Kooperation zwischen AHC und hist.net.

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